Archive von Oktober 2009
Xобби номер один*
„Определенно: хобби номер один в русских городах – это фланирование. Пешая прогулка не требует затрат, и, в случае, если праздновать нечего, то устраивают праздник для самих себя. Надевают хорошую одежду, встречаются с друзьями, бродят туда-сюда по проспекту, идут на Волгу. …weiterlesen »
Kuchen für die Armen (7)
Das Volk an sich soll leben dürfen. Das ist schön. Aber die Menschen sind es, die sich verhalten.
Das Existenzrecht des Einzelnen hängt ab von dem Zweck, den sich die Gesellschaft setzt. Ein minimales Ziel, das sich die meisten Gesellschaften setzen, ist der Selbsterhalt. …weiterlesen »
Прогулка по Саратову*
“Алена и Борис живут в южной части города в трехкомнатной квартире, неподалеку от Политех-нического Университета.
Темно-коричневая краска на полу, коричневая стенка, бесцветные обои в прихожей – у них «очень советская квартира», говорит Борис, когда мы заходим. Они приобрели комнаты, частично обстав-ленными и долгосрочному обустройству особого значения не придают. …weiterlesen »
Kuchen für die Armen (5)
Auch dieses Bild ist eine Antwort auf die Frage, ob der Einzelne ein Existenz- recht hat. Die Kunst zeigt den Selbstbehauptungswillen, ein Naturrecht. Die Tänzerin tanzt.
Von außen betrachtet, ist Deutschland nahezu ein Musterstaat, während eine Flugstunde weiter östlich sich die Preise für Zucker und andere Grundnah- rungsmittel innerhalb eines Jahres beinahe verdoppelt haben und dies für die meisten der dortigen „Konsumenten“ ein existentielles Problem ist … Ukraine-Nachrichten
БАНДИТЫ и РАЗБОЙНИКИ?*
„Судя по выбоинам в асфальте, я на Украине. Боль внизу спины напоминают о проделанном вчера пути. Двести километров за один день, с тяжёлым багажом, удивлён, на что способен мой организм. Не выкурил ни одной сигареты! Совсем не думаю о курении.
На полях трудятся крестьяне пенсионного возраста, впрочем, дети, наверное, им помогают. Неко- торые машут, большинство молча смотрит мне вслед. Тут же захотелось нарисовать их лица. …weiterlesen »
Kuchen für die Armen (3)
Peter Sloterdijk meint, dass „eine sozialpsychologische Neuerfindung der ‚Gesellschaft’, eine Revolution der gebenden Hand, … zur Abschaffung der Zwangssteuern und zu deren Umwandlung in Geschenke an die Allgemeinheit (führte) – ohne dass der öffentliche Bereich deswegen verarmen müsste“.
Geschenke an die Allgemeinheit, womöglich Perlen- und Muschelketten. Will Sloterdijk aus Bürgern Indi- aner machen und ein Potlatsch-Spiel einführen? Er stiefelt mit seinen Begriffen jedenfalls durch Epochen, als wären es Frühstückspausen: …weiterlesen »
Kuchen für die Armen (2)
Sloterdijk wäre in einem Roman natürlich der Pfau, er wirft Nebelkerzen, er zündelt, er klimpert auf der Harfe; er könnte gut von Rainer Maria Brandauer gespielt werden.
Axel Honneth verkörpert das Elend des aufrechten Republikaners, des Aufklärers, der aber auf die aktu- ellste politische Frage, die Sloterdijk stellt, gar nicht eingeht, weil er keine Antwort auf diese Frage hat: Wie Deutschlands Staatsbankrott abzuwenden ist. …weiterlesen »
Kuchen für die Armen (1)
Mönsch, man staunt, in Deutschland wird über Alternativen geredet, wenn auch nur im philosophischen Kneipenjargon. Peter Sloterdijk hatte im Sommer in der FAZ vorgeschlagen, in den Steuerstreik zu treten, den Staat finanziell zu boykottieren. Der Staat sei ein „geldsaugendes Ungeheuer“, der große Zähmer, der die Bürger ins Joch der Gleichheit zwingt. Er bestrafe die Tüchtigen, er sei das Resultat einer zweihundert- jährigen Kultur des Neides und betreibe mit seiner Schuldenpolitik die „Ausplünderung der Zukunft durch die Gegenwart“. …weiterlesen »
Im Paradies
Novokasjanovka im östlichen Donbass, 10 Uhr. Schon das sechste Mosaikhäuschen an diesem Morgen. Etwa eintausend Exemplare habe ich inzwischen fotografiert. Hier wird wohl eine Art von Paradies dargestellt. Adam hat einen kleinen Harem, zwei Evas tanzen an den Außenwänden, eine ist etwas androgyn, Brüste hat sie nicht; die andere kann fliegen und ihre Haare gleichen Vogelfedern. Sozialistische Volkskunst für die Ewigkeit. …weiterlesen »
Schönste Bushaltestelle der Ukraine 2009 (3)
In der Region Poltava, dem, wie manche Ukrainer sagen, geistigen Zentrum der Ukraine, gibt es viele ungewöhnliche Mosaike an den Bushaltestellen. Hier ein Beispiel von der Strecke Kremenchug – Poltava. …weiterlesen »