Umzug wegen 4 Euro?

Gregor hat mal wieder Post vom JobCenter bekommen. Seine Miete sei zu hoch, die unangemessenen Kosten betragen 4 Euro im Monat. Er wird deshalb ins JobCenter vorgeladen. Er soll entweder einen Untermieter aufnehmen oder Ver- handlungen mit dem Vermieter führen oder sich an den Kosten beteiligen oder in eine andere Wohnung umziehen.
Den Umzug müsste das JobCenter bezahlen; angenommen, er würde 1000 Euro kosten (es sind viele Bücher und ein Klavier zu transportieren), so wäre nach etwa 20 Jahren eine “Kostenersparnis” erreicht. Gregor wäre dann 80 Jahre alt.
In dem Scheiben wird pflichtgemäß auch darauf hingewiesen, dass “Unter bestimmten Voraussetzungen  Reisekosten er- stattet werden (können). Falls ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt wird, legen Sie bitte den Fahrschein vor.” Dies wären 4,20 Euro.
Gregor möchte in seiner Gutmütigkeit die 4 Euro selbst bezahlen – “Dann rauche ich eben eine Schachtel Zigaretten im Monat weniger!”.
“Aber nicht doch”, sage ich, “du sollst die Kosten nicht übernehmen, sondern dich an ihnen beteiligen. Vielleicht schlägst du vor, die Hälfte, also 2 Euro, selbst zu bezahlen?”.
Ein anderer Freund äußerte die Idee, ein Benefizkonzert für Gregor zu veranstalten.

Wer ist Gregor: http://www.freitag.de/2008/02/08022001.php

Themen: Politik und Gesellschaft

Ein Kommentar to “Umzug wegen 4 Euro?”

  1. Gerrit schreibt:
    22nd.Februar 2010 um 15:08

    Hallo Christoph,
    etwas positives hat diese absurde Geschichte: Man bekommt nochmal die Möglichkeit die wirklich sehr schön geschriebene Geschichte aus 2008 zu lesen. Wenn man von diesem Menschen aufs Große und Ganze schließt kann einem echt schlecht werden.
    Herzliche Grüße
    Gerrit

Kommentare

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