Russisches Blau

Formen und Farben, ein wichtiges  fotographisches Thema auf der Tour de Wolga 2010. Hier einige Versuche, das Russische Blau zu fotografieren. Man sieht als Radfahrer zwischen Lviv und Saratow weitab der Magistralen die verrücktesten Bemalungen an Häusern, östlich von Kiev aber dominiert eindeutig dieses satte Blau. –
Es bedurfte einiger Hartnäckigkeit, die Dame auf dem ersten Foto zum Posieren überreden, auch sie hatte schon vom Internet gehört. Aber das Motiv war einfach zu verführerisch, der blaue Kittel vor einem blauen Zaun. So erzählte sie erst von den Verwandten, die in Deutschland leben, aber da wolle sie nicht hin. Die Zeiten seien schwer, nun ja, das Übliche.
Die gute alte russische Post gibt sich ebenfalls durch ein kräftiges, optimistisches Blau zu erkennen. Sicherlich wird die Tür einmal geöffnet, aber wann, das entscheidet der Stand des Mondes. (2)
(3) Es gibt Dörfer, in denen nur blaue Häuser stehen, manche von lila oder rosa Zäunen geschützt. Keine Farbe ist zu knallig, das eigene Heim zu schmücken.
Mein Traum: Diese Farben im Schnee fotografieren.
(4) Nur ein Schnappschuss, beinahe blind gegen die Sonne fotografiert. Ein Foto mit vielen Zitaten.
(5) Wahrscheinlich ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in jedem zweiten Dorf mindestens eine neue Kirche errichtet, mindestens eine restauriert worden.
(6) Ein Selbstporträt, womit das Thema Blau verlassen wird.

PS, da fällt mir ein, Herr Hufen, diese Anspielung verstehe ich gar nicht,  denn ich trinke sozial und zum Wohle der Menschheit, wie jeder echte Russe. „Wer Wodka ganz alleine trinkt / das Kollektiv nicht weiterbringt!“

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Themen: Tour de Wolga

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