Am Straßenrand eine erste Bushaltestelle, auf der Stercke Kamminets-Podilsky-Chernivtsi. Das Motiv: Dorfklatsch in der Naturalwirtschaft. Ein schönes Thema! Sehr ergiebig. Ich kenne mich da aus. Man tauscht Gurken gegen Kohlen und trifft sich zum Schweineschlachten. “Hast du schon gehört, was der Erwin sich geleistet hat?” “Es geschieht ihm recht, dass sie ihn endlich mal erwischt haben.” “Seine Eltern sind zu bedauern.” “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.” (28.07.2008, 09.09 Uhr) weiterlesen »
Honigdachs am 31. Oktober 2008 in Bus Mosaik UA - RU
Weshalb erfolgt die Bemessung des Werts der Arbeitszeit spätestens seit der weltweiten elektronischen Vernetzung der Märkte willkürlich und zufällig? Kurz gesagt, weil sich Börsianer seitdem nicht mehr mit Handzeichen verständigen, sondern ihre Reflexe trainieren wie Jagdflieger.* Oder weil infolge der Media-lisierung eine unüberschaubare Anzahl von Bemessungsfaktoren auf den Wert der Ware einwirken. weiterlesen »
Honigdachs am 31. Oktober 2008 in KRISE
Honigdachs am 30. Oktober 2008 in Zeitgeschehen
Eine Bushaltestelle in Artschedinskaja im Wolga-Don-Becken. In Russland also. Eine Hoffnung aus Steinen bezeugt ihre Vergeblichkeit. Ein Favorit für sie den Schönheitspreis ist sie nicht. In alle Himmelsrichtungen wächst nur noch das Unkraut, und auch die Ernte verläuft nicht zur allgemeinen Zu- friedenheit. weiterlesen »
Honigdachs am 30. Oktober 2008 in Bus Mosaik UA - RU
So 02. 11. 11.00 Uhr BERLINER ENSEMBLE
BERLINER MANUSKRIPTE – Lesung und Diskussion mit den Stipendiaten des Berliner Arbeitsstipendiums für Autorinnen und Autoren der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten weiterlesen »
Honigdachs am 30. Oktober 2008 in Literatur
Tatsächlich ist fast jede ökonomisch relevante Tätigkeit heute explosiven Widersprüchen ausgesetzt, die sich über mehrere Jahrzehnte angereichert haben, ohne dass sie mit den bestehenden Instrumentarien (Börsen- und Wechselkurse, Statistiken, Effizienzanalysen) erfasst werden konnten. weiterlesen »
Honigdachs am 30. Oktober 2008 in KRISE
Ein Praktiker spricht es aus: Auch für George Soros geht mit der Finanzkrise “eine fünfzigjährige Phase des billigen Geldes zu Ende”. Der sich selbst verharmlosende Kapitalismus der westlichen Industrienationen hat die Grenzen seines Wachstums überdehnt.
Die letzten Fähnchen, die seit der Großen Französischen Revolution noch draußen hingen, werden jetzt reingeholt. Das Nützliche ist nicht mehr das Vernünftige, obwohl das Bewusstsein sich weiter am Begriff der Nützlichkeit austobt. weiterlesen »
Honigdachs am 30. Oktober 2008 in KRISE
Auch in Dobropylja im Donbass ist die Bushaltestelle ein Einzelstück. Die steinerne Landkarte zeigt einen typischen Traum aus der Provinz. Moskau liegt hier nur fünf Steinchen entfernt, gleich hinter der nächsten Kreuzung gewissermaßen. In Wirklichkeit sind es zwar einige tausend Kilometer, aber was zählen Entfernungen, wenn das Herz spricht? weiterlesen »
Honigdachs am 28. Oktober 2008 in Bus Mosaik UA - RU
Zunächst dachte ich, die schöne Dame im Dorf Mlijv am Fluß Vilshanka sei eine Krankenschwester. Aber es soll wohl doch eine Milchbäuerin sein, die in einem vorbildlichen Stall arbeitet. Auf der anderen Straßenseite ist ein Magazin mit Veranda, ich kaufe ein Eis und setze mich unter den Sonnenschirm. Ein junges Pärchen fährt im teuren Auto vor, der Mann kaut an seiner Sonnenbrille und kauft Bier, die Frau bleibt im Auto und raucht. Eigentlich sollte ich jetzt kein Eis essen, ein warmes Mittagessen wäre angemessener. (24.07.08) weiterlesen »
Honigdachs am 26. Oktober 2008 in Bus Mosaik UA - RU
Drei Figuren an unterschiedlichen Orten in der Ukraine: Kolchosbauer und -bäuerin vor Dikanka, eine Schönheit vom Lande bei Dunaivtsy im Süden, und eine Bäuerin, die eine Garbe Getreide trägt wie Atlas die Erde, zwischen Vugledar und Pavlivka im Donbass.
Aus der Ferne wirken die Gesichter oft austauschbar, sie scheinen aus einer Form gegossen, so idealisiert wie Werbefiguren, von Individualität gereinigt. weiterlesen »
Honigdachs am 25. Oktober 2008 in Tour de Wolga