Noch immer anregend: Die „Abhandlung über Monsieur Beyle (Frédéric de Stendhal)“ von Honoré de Balzac, geschrieben 1840. Balzac zeigt hier beispielhaft, wie man literarisch denkt, nicht mehr und nicht weniger.
Er betrachtet zunächst kurz die geschichtliche Situation, in der sich die Literatur befindet. Das Schrifttum macht ungeheuere Fortschritte, dank der Aufklärung wächst die Zahl der Kenner, es entsteht als natür- liche Folge eine Überfülle von Talenten, und ästhetische Diktate, wie man sie aus dem 17. oder 18. Jh. kennt, lösen sich auf. weiterlesen »
Honigdachs am 30. Januar 2009 in Literatur
Mischa, Maskottchen der Olympischen Spiele von 1980 in Moskau, hier auf zwei Bushaltestellen in der Ukraine. – Ich fotografierte und erinnerte mich: Das waren doch die vom Westen boykottierten Spiele! Das weiß ich doch ganz genau! – Und viele andere Leute wissen es auch und bestätigen es, am Dnjepr wie an der Spree: Schade, es war eine Olympiade ohne den Westen! Doch das ist falsch. Die USA und die BRD (Bundesrepublik Deutschland) haben die Spiele 1980 boykottiert, weiterlesen »
Honigdachs am 30. Januar 2009 in Bus Mosaik UA - RU
Die einfachen Werte sollen jetzt wieder wichtig werden, Rübchen und Äpfel- chen beim Überwintern helfen. Bescheidenheit ist wieder gefragt, vielleicht auch in Bewerbungsgesprächen. In der einen oder anderen Branche wird man sich in Zukunft vielleicht das eine oder andere Mal verständlicher ausdrücken, denn nicht nur die Banker planschen im Schaum von Seifen- blasen-Worten und -Titeln. weiterlesen »
Honigdachs am 28. Januar 2009 in KRISE, Tour de Wolga
Ein äußerst spannender Aspekt in der derzeitigen Krise sind die Parallelen zum Untergang der Ostblock-Staaten 1989.
Anfangs wollen nur sehr wenige Menschen glauben, dass es sich um eine grundsätzliche Systemkrise handelt, dass sich grundsätzlich neue Chancen bieten. „Im Großen kann man sowieso nichts ändern“, sagt der Volksmund. weiterlesen »
Honigdachs am 28. Januar 2009 in KRISE
Ein sehr verdienstvoller, faktenreicher Artikel in der “taz”, von JAGODA MARINIC:
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&dig=2009%2F01%2F26%2Fa0135&cHash=b82ce5f9bd
Bereits Heinrich Böll hat 1969 in seiner Rede „Ende der Bescheidenheit“ darauf hingewiesen, wie und in welchem Maße Autoren von der Medienindustrie ausgebeutet werden, und dass einzelne, erfolgreiche Autoren zur Legitimation des ganzen korrupten Systems herhalten müssen. „Als Verteidiger unserer eigenen Interessen sind wir Autoren Idioten“, meinte er. weiterlesen »
Honigdachs am 26. Januar 2009 in Zeitgeschehen
»Sehet zu, daß euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter Meinem Namen und sagen: `Ich bin der Christus` und werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; sehet zu und erschrecket nicht. Denn das muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.” Matthäus, 24,4; Foto: Kirche in Kikvidse, am Fluss Busuluk, west- liches Russland
Honigdachs am 25. Januar 2009 in Tour de Wolga
Das Ganze, die Totalität, ist nicht nur Gegenstand der Vernunft (wie für Immanul Kant), sondern die Vernunft selbst ist eine Totalität. Das Wahre spricht sich als das Ganze aus – an nahezu jedem Ort der Gesellschaft, in der Psychiatrie wie im Theater, in den Chefetagen wie bei der Behandlung der Arbeitslosen. weiterlesen »
Honigdachs am 25. Januar 2009 in Zeitgeschehen
Das ist eine neue Qualität: Inzwischen spricht auch Angela Merkel von einer möglichen Staatspleite, mel- det SPIEGEL ONLINE. Ganz vorsichtig äußert sich die Bundeskanzlerin, aber doch, das Wort ist gesagt. Montag dürften die Börsenkurse in den Keller sinken.
Ich kann mir die Gesichter der Finanzspezialisten gut vorstellen, die der Bundeskanzlerin zuhörten. Giftige Worte. Staatspleite? So etwas kennen sie nicht, es steht in keinem Lehrbuch für Ökonomie, dass eine Volkswirtschaft wie die deutsche, eine so “robuste”, einfach in die Pleite gleitet. weiterlesen »
Honigdachs am 24. Januar 2009 in KRISE
- Lass uns trinken! Auf unser Wiedersehen!
- Gern. Beginnt jetzt die Weißt-du-noch-Phase?
- Weißt du noch, wie dein Vater das Gesicht verzog, als er mich sah? Der als möglicher Schwiegersohn? Auweia, er krallt sich die Tochter des Chefs. weiterlesen »
Honigdachs am 24. Januar 2009 in Literatur
„bitte als künstler keine diskussion über eitelkeit, die musst du haben! exis- tenziell!“. So Webmaster Michael. Stimmt das? Müssen Künstler eitel sein? Oder ist es schon eitel, sich zu fragen, ob man eitel ist? Oder erwartet das Publikum Selbstverliebtheit? Ich selbst habe mich meines Wissens noch nie als Künstler bezeichnet, es sei denn aus steuerrechtlichen Gründen.
Dem Synonym „prahlerisch“ würde ich gleich zustimmen. Das Prahlen ge- hört zum Erzählen, das Übertreiben zum Probieren. weiterlesen »
Honigdachs am 23. Januar 2009 in Tour de Wolga