Monatsarchiv für September 2009

Kohlearbeiter in der Ukraine – Lust auf Bier

Spätestens im Donbass, vor der Stadt Tores, verfluche ich mein Schicksal, das mich zum Radfahrer auserkoren hat. Ich fahre dreimal im Kreis durch ein Häusergewirr, dreimal an den gleichen verlassenen Garagen vorbei.
Schwarzer Staub, klebriger Schwamm – die Luft ist so giftig, dass mir rote Tränen aus den Augen fließen. weiterlesen »

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Honigdachs am 28. September 2009 in Tour de Wolga

Saratov – Uebersetzerwettbewerb

http://realbook.ru/gb186768/1.html

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Honigdachs am 22. September 2009 in По-русски

Lesung, 26.09., 19.00 Uhr

http://www.schoeneberg-liest.de/content/veranstaltungstermine.html#
Ort (9): FahrradBüro, Crellestr. 48, 10827 Berlin

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Honigdachs am 18. September 2009 in Tour de Wolga

Verdursten am Fluß

Sofivka heißt das Dorf, es liegt am Dnjepr, dem größten Fluss der Ukraine. Ich rolle mit dem Fahrrad ins Zentrum, ich will noch Wasser kaufen, Brot, Fisch, ein paar Kleinigkeiten. Der Himmel ist bewölkt, es ist Freitagabend.
Vor dem Kulturhaus stehen einige ältere Leute. Sie prüfen mich mit langen Blicken, etwas scheint ihnen zu missfallen. weiterlesen »

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Michael am 10. September 2009 in Tour de Wolga

Einladung

Heißer Tag, ich fahre seit einigen Stunden ohne Wasser, komme endlich in ein Dorf. Rechts steht ein Haus, das ich fotografieren möchte. Die Besitzerin tritt vor die Tür. „Darf ich Ihr Haus fotografieren“? frage ich, obwohl ich es längst getan habe.
„Kommen Sie in den Schatten, heute ist es doch so heiß“, antwortet sie. Sie holt einen Eimer Wasser, sie bringt Seife und Handtuch, und bittet mich in den Hof. weiterlesen »

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Honigdachs am 09. September 2009 in Tour de Wolga

Neue Mauer im Osten?*

„Bei euch in Berlin ist die Mauer gefallen, bei uns wird eine neue gebaut“, meint Anatoli, als wir in Mariupol am Strand des Asovschen Meeres spa- zieren. „Wir sind doch ein Volk!“ klagt er über die Trennung zwischen der Ukraine und Russland. „Das ist meine Meinung“, fügt er bescheiden hinzu.
Ich gebe ihm Recht und widerspreche ihm doch. Es gibt zweifellos ein neues ukrainisches Nationalbewusstsein, das in den letzten zwanzig Jahren entstan- den ist. weiterlesen »

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Honigdachs am 03. September 2009 in Tour de Wolga

Aufstehen!

Morgen für Morgen der gleiche Ablauf: Gegen sechs, spätestens sieben Uhr wache ich auf; schwer ist der Körper, als ob er eingegipst wäre.
Wo bin ich? Ach, irgendwo, und die Erde dreht sich noch.
Das Fahrrad ist noch da, das aufgeklappte Messer liegt noch neben mir. Ich will die einzige öde Zeit des Tages schnell hinter mich bringen, die einzige Stunde, in der Routine nötig ist, in der nichts Neues und Gutes passieren wird. weiterlesen »

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Honigdachs am 01. September 2009 in Tour de Wolga

Ankunft im fröhlichsten Land der Welt

Als der Schwächling, der ich bin, weiche ich noch vor der Stadt Anna auf die südliche Route aus, nach Elan-Kolenovski, denn, ja, ich fürchte die harten Winde auf den endlosen freien Flächen zwischen Voronesh und Kursk. Dort ist wirklich schwer zu fahren, der gemeine Wind, der keine Gestalt hat und für dessen Wirkung ich niemanden beschimpfen kann, zermürbt mich schon seit Balaschov. weiterlesen »

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Honigdachs am 01. September 2009 in Tour de Wolga