Tour de Wolga

Neues Buch: Lob des Radfahrens

Am 1. April (kein Scherz!) erscheint mein nächstes Buch: „111 GRÜNDE, DAS RADFAHREN ZU LIEBEN“.
Im Herbst diesen Jahres werden noch zwei weitere Bücher erscheinen: „111 GRÜNDE, DAS SCHACHSPIELEN ZU LIEBEN“ und ein Roman über die letzten Tage der DDR.

Ukraine: Die Wahrheit und die Weite

Einige Sommereindrücke: „Reise durch ein verlorenes Land – und immer wieder die Frage: ‚Warum interessiert ihr euch nicht für uns?'“

Ukrainische Impressionen – Totschlag an der Grenze (5)

Während die Kellnerin die Scherben zusammenfegt, das Blut von der Wand wischt, schreit die Köchin hinter der Theke: „Ihr habt ihn totgeschlagen!“
Der Prügler steht noch mit geblähten Nasenflügeln eine Armlänge von mir entfernt; eine falsche Bewegung würde jetzt ausreichen, seine Wut, die auch für die Kumpane gespielt ist, auf mich zu ziehen. …weiterlesen »

Ukrainische Impressionen – Totschlag an der Grenze (4)

Wie an jeder Grenze wird man als Radfahrer bevorzugt behandelt, auch nachts und auch hier zwischen Приднестро́вье und der Ukraine. Verlierer sind die Moldawier. Die konnten mir keinen Ausreisestempel in den Pass drücken.
Ich radle an den Autofahrern vorbei.
Kurze Frage an den Grenzer – „Kuda mne nado idti?“ „Pischkom“, sagt er. …weiterlesen »

Ukrainische Impressionen – Totschlag an der Grenze (3)

Inzwischen ist es ziemlich kalt geworden. Ich halte an, ziehe die Gortex-Hose und – Jacke an. Nach sieben Jahren ist die Jacke schon an einigen Stellen durchlöchert, der Reizverschluss klemmt. Und ich habe Durst! Und der Mond grinst am Himmel. Und Autos rasen an mir vorbei Richtung Odessa.
Welch eine wahnsinnige Reise! …weiterlesen »

Ukrainische Impressionen – Totschlag an der Grenze (2)

Wenige Stunden später. Ich habe hervorragend gegessen, ein wunderbar zartes Schaschlik. Habe mit dem Bruder der Kellnerin und dessen Freund geplaudert. Schöner Moment: Der Bruder sagte, er habe jetzt die russische Staatsbürgerschaft, der Freund: Und ich die rumänische. Die eine wie die andere kostet ca. 500 Dollar.
Sie fragten, ob ich einen neuen Pass haben, meine Identität wechseln wolle. Ach, danke schön, antwortete ich, aber meine Identität sei ohnehin eine fließende. …weiterlesen »

Ukrainische Impressionen – Totschlag an der Grenze (1)

Ich bin einige Tage durch Moldawien geradelt, um mich auszutoben und um Mosaike zu fotografieren. Besonders die Strecke zwischen Komrat und Tighina war ziemlich anspruchsvoll, weil sie immerzu auf und ab führte, na goru, pad goru, 200 – 300 m Anstieg, 200 – 300 m Abfahrt, dies fast 100 km lang in größter Hitze. …weiterlesen »

Die 7. Tour de Wolga

… führt nicht an die Wolga, sondern zunächst nur in die Ukraine, später vielleicht nach Georgien und Armenien. Dafür gibt es private wie berufliche Gründe.
Erst einmal bin ich so früh losgefahren wie nie zuvor, schon Ende April. Die Fahrt durch Polen war ziemlich ungemütlich, es hat fast ununterbrochen geregnet, die Nächte waren kalt, meist um die 5 – 7 Grad.
Kurz vor der ukrainischen Grenze aber klarte der Himmel auf, wie so oft auf meinen Touren. …weiterlesen »

Allerlei Verwirrungen

Inzwischen bin ich wieder in Poltawa. Ich bin mit dem Zug gefahren, nicht mit Rad.
Aus mehreren Gründen: Um wichtige Freunde und Informanten zu treffen, um meine Studien über die Mafia fortzusetzen und mit Freunden und Opfern der ehrenwerten Organisation zu sprechen, um den Sorotschinskaya Jahrmarkt zu besuchen (Sorotschinskaya yarmarka). …weiterlesen »

Letzte Etappe (5)

Kein Wasser. Noch 60 – 80 Kilometer bis zur rettenden Wolga. Bald Mitternacht. Wie gut, dass mein Kopf ein Archiv ist und ich Filme sehen, Bücher lesen, Schachpartien wiederholen, an Vergangenes denken kann. Müde bin ich nicht. Erst jetzt, kurz vor der Ankunft, spüre ich die Form, die ich von mir erwarte. …weiterlesen »

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