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Foto-Ausstellung, Pressetext | Honigdachs

Foto-Ausstellung, Pressetext

Russisches Haus für Wissenschaft und Kultur, Berlin, Friedrichstraße 176-179
28.02. – 20.03.2010
„Auf einem blauen Elefanten“ – Fotografien von Christoph D. Brumme
Eröffnung der Ausstellung am 02.03.2010, 18.00 Uhr.
Der Pianist Tomas Bächli spielt die 5. Sonate von Alexander Mossolow. Zur Einführung sprechen Norbert Kuchinke und Cornelia Saxe.

Wer mit dem Fahrrad reist, sieht mehr. Der Schriftsteller Christoph D. Brumme hat es ausprobiert. Drei Mal fuhr er mit dem Fahrrad von Berlin nach Saratov (Russland) und zurück. In seinem hochgelobten Buch „Auf einem blauen Elefanten“, das im Dittrich Verlag erschienen ist, berichtet er von seinen Erleb- nissen, den Menschen und den Landschaften. Kunstvoll, doch ungekünstelt.

Die größte Entdeckung aber macht Brumme am Wegesrand: Die Buswartehäuschen mit ihren meist farbigen Mosaiken. Motive aus der Zeit der Sowjetunion, aber auch von heute.
Neunundneunzig Fotos hat Christoph D. Brumme für die Ausstellung im „Russischen Haus“ ausgewählt. Die übersehenen Kunstwerke an den Buswartehäuschen werden in Russland und in der Ukraine von eigenen Fliesen- und Mosaiklegern, «Plitotschnik-mosaitschnik», gestaltet.

Günter Wessel berichtet im DeutschlandRadio Kultur begeistert von Brummes Entdeckungen: „Da gibt es kühne Kosaken zu Pferd, Friedenstauben und -parolen, ganze Landschaften mit Reitern, Figuren aus der Literatur und der Volksmythologie, graphische Muster, Tänzer und Tiere, glückliche Familien und hart arbeitende Kohlekumpel – ein ganzes Sammelsurium an Gestalten und Bildfolgen von Naturmotiven über Volkskunst bis hin zur Propaganda, aber alles Unikate, alle in Handarbeit hergestellt und gepflegt.“

Brummes Fotografien sind eine Liebeserklärung an die unbekannten russischen und ukrainischen Mosaikkünstlerinnen und Künstler und an die Menschen, denen er unterwegs begegnete.

Personen:
Alexander Mossolow
Die bedeutendsten Werke von Alexander Mossolow (1900-1973) stammen aus den ersten Jahren der Sowjetunion. Sie sind in einem avancierten Idiom komponiert, das er ab den 1930er-Jahren unter dem Druck der stalinistischen Kulturbürokratie zurücknahm. Sein bekanntestes Werk ist das Orchesterstück „Zawod“ (Die Fabrik). Die 5. Sonate schrieb er 1925 als 25-jähriger, ein Werk mit einer expansiven Gestik voller Pathos und einer ebenso expansiven Harmonik, die sich auf das chromatische Total (das 12-Ton-Feld) zubewegt. Der dritte Satz ist als „Scherzo martiale“ bezeichnet, der vierte Satz wirkt wie ein Trauermarsch. Wahrscheinlich liegt dem Stück eine versteckte Programmidee zugrunde: Mossolow kämpfte im Bürger- krieg auf der Seite der Roten Armee und wurde verwundet.

Tomas Bächli
Tomas Bächli wurde 1958 in Zürich geboren und studierte Musik am Konservatorium Zürich (Klavier bei Werner Bärtschi). Bis 1996 lebte er als Klavierlehrer und Konzertpianist in Zürich, um dann seiner Frau Sieglinde Geisel nach Brooklyn, NY zu folgen. In der New Yorker Musikszene entfaltete er eine rege Konzert-tätigkeit und wurde 1998 als Kurator für das Musikprogramm des Swiss Institute verpflichtet. Seit Januar 1999 lebt er in Berlin und betreibt dort u.a. den „Hörsaal Boxhagenerstrasse“ als öffentlich-privaten Konzertraum.
Ohne sich vollständig darauf zu spezialisieren, führt Tomas Bächli in seinen Konzerten vorwiegend Werke der jüngeren und jüngsten Musikgeschichte auf.
Diverse CDs unter anderem mit Werken von James Tenney, Giuseppe G. Englert, Yehoshua Lakner und Edu Haubensak.

Norbert Kuchinke
geboren 1940, lebte von 1973 bis 1983 als Stern- und Spiegel-Korrespondent in Moskau. Er spielte in der Mosfilm-Komödie „Marathon im Herbst“ (1979) die Rolle des liebenswerten, doch unbedarften Professors Bill Hansen und wurde damit der erste westliche Darsteller in einem sowjetischen Film.
Für die Zusammenarbeit mit der Russisch-Orthodoxen Kirche wurde er mit zwei Orden ausgezeichnet, ist jedoch stets ein überzeugter Katholik geblieben. In der Uckermark organisiert er den Bau des ersten russisch-orthodoxen Klosters des Moskauer Patriarchats auf westeuropäischem Boden.
Autor zahlreicher Bücher, insbesondere über Religion, Kunst und Geschichte in Russland, u.a
„Missa Mystica. Spiritualität und Kunst in Russland“, „Russland unterm Kreuz“, „700 Jahre Russische Kunst: Von der Ikone bis zur Moderne“, „Elite in Russland“, „Von Dschingis Khan bis Gorbatschow, Poli- tiker und Potentaten als Baumeister Europas“.

http://www.mdz-moskau.eu/print.php?date=1260643622

http://www.morgenpost.de/incoming/article170059/Der_alte_Mann_und_sein_Kloster.html

Cornelia Saxe: geb. 1967 in Berlin (Ost), Studium der Germanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und Amsterdam. Buchveröffentlichungen u.a.: „Das gesellige Canapé – Die Renaissance der Berliner Salons“ (Berlin, 1999). Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Radio-Sendungen für Deutschlandradio, RBB, WDR und SWR.

Themen: Tour de Wolga

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