Russland – Ukraine

Mein Schatz an Erfahrungen

Neun Jahre bin ich durch die Ukraine geradelt, fast 30.000 Kilometer. Manchmal fragten mich Menschen komische Dinge. Zum Beispiel: Ob das nicht langweilig sei, so allein durchs Land zu radeln. Die kurze, freche Antwort hätte natürlich lauten können: „Aber ich bin doch nicht allein, ich rede doch jetzt mit Ihnen!“
Außerdem bin ich gern mit mir allein. Mein Rekord: Drei Wochen, ohne eine Menschenseele zu sehen – im Sommer 1989 in einem Weiler in Mecklenburg-Vorpommern, damals Bezirk Mecklenburg. Manchmal fühlte ich mich wie besoffen von meinen Lektüren,
die Barpianisten und Tanzlehrer hießen Nietzsche, Marx, Kleist.
Seitdem weiß ich: das Alleinsein ermöglicht ein rauschhaftes Leben, eine Reise zu sich selbst, zu ganz neuen Erkenntnissen. Ich schrieb mein erstes Buchmanuskript „Die Anatomie des Scheins / Weshalb der Sozialismus nicht reformierbar ist“. Letztlich nur eine Schreib- und Denkübung, aber ich erschrieb mir Selbstbewusstsein für künftige Bücher. Als ich das Manuskript dann nach der Erstürmung der Mauer einem Hamburger Verlag anbot, bekam ich von dort am 3. Januar 1990 die Antwort: „Wir möchten ein Manuskript, das alle stattfindenden Versuche, den Sozialismus zu reformieren, von vorneherein zum Scheitern verurteilt, DERZEIT nicht veröffentlichen.“ Typisch Westen, Westdeutschland, geistige Provinz, dachte ich. Wenn das Scheitern nicht mehr zu leugnen sein wird, wird man bereit sein Trauer-ARBEIT zu leisten / die Ursachen des Scheiterns zu erkunden.
Beim Radfahren durch die Ukraine hielt ich gerne Reden vor nicht vorhandenem Publikum, vor den Kühen und Ziegen am Straßenrand. Manchmal biss ich mir spaßeshalber ins Knie, um nicht laut zu lachen über den Unsinn, den ich unterwegs in deutschen Zeitungen über die Ukraine las. „Gespaltenes Land“ usw.
Tatsächlich fühlte ich mich nirgendwo so frei wie hier. Im Gegensatz zu ruzzlan d kontrollierten mich hier keine „Sicherheitsdienste“. Manchmal provozierte ich Menschen gern, die über die politischen und ökonomischen Gegebenheiten schimpften: „Ihr müsste eine Revolution machen!“ – was sie dann ja auch taten.
Poltawa wurde schnell meine Lieblingsstadt, weil ich hier produktive, Fantasie-begabte, unangepasste Künstler traf, den „Poltawaskij Underground“. (Ganz tragisch der eine Abend mit Mario, der kurz darauf ermordet wurde. Dabei wollten wir doch zusammen einen Film machen.)
Warum erzähle ich das? Tja, leider habe ich den Schreibanlass / die Pointe vergessen. Ging es ums Verhältnis Alleinsein – „soziale Kontakte“? Jeder Mensch ist ein Kosmos …

Hilfsmotor u.a.

Kriegstagebuch, Poltawa, 26.11.2026 (Geburtstag meines Erzeugers, der heute 90 Jahre alt geworden wäre. Verflucht sei seine Asche.)
Heute war ich im Krankenhaus in Poltawa. Mein amerikanischer Hilfsmotor fürs Herz wird überprüft. Alles in Ordnung. Ich frage den Arzt, ob ukrainische Patienten für solch ein Teil bezahlen müssten. Er verneint. Das Problem sei nur, dass man längere Zeit warten müsste. In Deutschland gibt es nicht genug Ärzte, bei uns nicht genug Herzschrittmacher, sagt er.
Woher weiß er das, falls es stimmt? Meines Wissens fehlen in Deutschland Hausärzte. Aber Kardiologen? Keine Ahnung. Ich hatte im letzten Jahr sowieso Glück. „Mein“ Berliner Kardiologe ist zufällig ein früherer Schachfreund, er besorgte mir bequeme Termine. „Mein“ Berliner Hausarzt, der mich an den Kardiologen überwies, meinte, das sei kein Glück, sondern Schicksal.
Der Hausarzt ist gar nicht „zufällig“ ein Facebook-Freund. Er bot sich mir bei meiner Veranstaltung in der Immanuelkirche als Hausarzt an, was ja auch ziemlich erstaunlich ist. „Du willst doch putin noch ein paar Jahre ärgern“, argumentierte mir. Ohne ihn hätte ich mich in Deutschland nicht untersuchen lassen. Ein witziger Typ, als Arzt sehr gewissenhaft, hilfsbereit, geradezu fürsorglich. Und – er ist ein Ukrainer! Eine seiner Töchter arbeitet noch in Sumy. Er hilft mir wohl (in besonderem Maße), weil ich hier helfe.
Was im Krankenhaus mal wieder „ein bisschen komisch“ war: die Kommunikation. Der Arzt, der mich zur Untersuchung brachte, redete nicht mit mir, sondern zeigte mit Handzeichen, wohin wir gehen sollen. Aber als ich dann mit dem älteren Arzt während der Untersuchung plauderte (ihn interviewte), da wurde auch der jüngere Arzt gesprächig. Meine Frage, ob sie nur den gegenwärtigen Zustand des „Stimulators“ sehen oder auch „das Archiv“, beantwortet er sogar mit einem längeren Satz.
Der Taxi-Fahrer am Morgen ebenso: Zuerst war er maulfaul (schönes Wort; benutzt das noch jemand in Deutschland?), dann wünschte er mir sehr höflich, dass alle meine „Ideen und Pläne“ für den heutigen Tag gelingen mögen.

Thema „Wärme, Strom, Wasser“: Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, aber ich habe die ganze Zeit alles in Poltawa; nur an einem Tag wurde nicht geheizt.

Thema „Arbeit als Freiwilliger“: Dank der GÖTTLICHEN SÄNGERIN Christina Daletska konnten wir in diesem Monat VIER Autos kaufen / ins Frontgebiet bringen !!! Und ein Auto konnte ich für die Territorialverteidigung Poltawa kaufen. Dafür musste ich 12 Tage lang am Geldautomaten das Limit ausschöpfen und letztlich ein Kilogramm Geld übergeben. Und hoffentlich in dieser Woche bekommen wir noch ein spezielles Auto für Invaliden, das ich in Lviv abholen soll. „Hinter den Kulissen“ sind wir also bienenfleißig.
Demnächst ist noch der Ankauf / Transport von Powerbanks im Wert von 10.000 Euro zu organisieren. Der Chef der Spender ist, so sagte man mir, „ein Fan von mir“ – was auch immer das bedeutet.
Und ein Kollege aus Österreich möchte mich besuchen und ein Porträt über mich schreiben. Das irritiert mich. Ich wüsste nicht, was es über mich zu berichten gibt.

Geigen für Charkiw

Kriegstagebuch, Poltawa, 19.01.2026
Urban kam heute Nacht aus der Schweiz „hereingeschneit“, einer dieser stillen Helden. Wieder bringt er eine Fuhre nützlicher Dinge nach Charkiw. Beispielsweise Musikinstrumente !!! Für die dortige Akademie der Künste, für junge Künstler. Geigen, Klaviere, Schlagzeuge, super teure elektronische Technik. In Charkiw besucht er dieser Tage ein Konzert mit „seinen“ Instrumenten; Ehrengast ist der Bürgermeister. Gutherzige Menschen aus der Schweiz spendeten Instrumente und natürlich auch Fränkli.

Urban wollte gestern am frühen Abend ankommen, aber der Diesel in seinem Automotor war „eingefroren“. In Kamjanez-Podilskyj, wo er zuletzt übernachtet hatte, waren es nachts minus 25 Grad gewesen. Es gibt speziellen Diesel für starke Fröste zu kaufen, aber das wusste er nicht, ich auch nicht. So kündigte er seine Ankunft für ein Uhr morgens an. Zur Sperrstunde! Aber gut, ein Freiwilliger aus der Schweiz, mit Schweizer Kennzeichen am Auto und am Anhänger, dazu dem Slogan „Ukraine help“, da bekommt er natürlich von jedem Hilfe, auch während des nächtlichen Fahrverbots.

Gestern Nacht funktionierte das GPS nicht, wahrscheinlich wegen Luftalarm, der Gefahr der Raketenangriffe. Und die Stadt war dunkel, es wird ja jetzt endlich konsequent Strom gespart – die Geschäfte sollen keine Reklame beleuchten, was meines Erachtens schon längst hätte befohlen werden sollen. Urban rief mich von einer Tankstelle am Stadtrand an. Er dachte, ich könnte ihn von dort mit dem Auto ins Zentrum lotsen. Aber ich besitze ja kein Auto, nur ein Fahrrad.

Also bat ich den Tankwart am Telefon, Urban die Fahrstrecke aufzuzeichnen, die ja „eigentlich“ ganz einfach ist – immer geradeaus, dann 500 Meter nach links. Aber im Dunkeln und ohne GPS für einen Fremden eben doch nicht. Nach einer Stunde kam er endlich an! Eine Militärstreife hatte ihm geholfen, zwei junge Männer, die im Charkiwer Gebiet arbeiten. Die freuten sich, helfen zu können, und fanden es ein bisschen verrückt, dass ein Schweizer und ein Deutscher nachts humanitäre Güter durch die Stadt transportierten – diesmal vor allem Ausrüstung für die Feuerwehren in Charkiw, auch Schutzkleidung. Wir verstanden uns mit den Soldaten „auf Anhieb“ ausgezeichnet – man tauscht die Codes aus und überlegt, wie man einander helfen kann, auch nachts auf der Straße, während die Atemluft gefriert.

Urban wollte gleich schlafen, das war mir recht, halb drei Uhr nachts. Am Morgen beratschlagten wir, wie wir in Zukunft besser zusammenarbeiten können. Einen gespendeten Invaliden-Transporter sollen wir Ende des Monats bekommen, ich werde ihn wohl in Lviv abholen. Urban braucht für die großen Fuhren, die großen LKW, ein zwei sichere Stellplätze zwischen der Grenze und Poltawa. Ein „ergiebiges“ Thema war natürlich auch die Bürokratie im internationalen Transportwesen, wobei es ja Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland gibt, wegen der Schweizer Neutralität. Schweizer dürfen auf keinen Fall das Militär unterstützen, wohl auch nicht mit Autos für Verwundetentransporte, das widerspricht dem humanistischen Geist, weil diese Fahrzeuge ja auch militärisch genutzt werden können (Dual-Use-Güter).

Alle Freiwilligen, mit denen ich regelmäßig zusammenarbeite, haben etwas gemeinsam. Sie „brennen für die Sache“. Sie fahren tage- und nächtelange durch Winterstürme, um Geigen nach Charkiw zu bringen, in eine zweifellos gefährliche Stadt. Oder sie spenden ihre gesamten Ersparnisse, 200.000 Euro, oder sie nehmen für 18.000 Euro Kredite auf, um Autos für die Brigaden zu kaufen. Keine Aufgabe ist zu schwer, als dass sie nicht bewältigt werden könnte. Man prüft ständig neue Möglichkeiten. Da alle freiwillig und kostenlos arbeiten, gibt es auch keinen „Hickhack“, keine blöden Rangkämpfe oder Eitelkeiten. Wie gesagt, unter denen, mit denen ich regelmäßig zusammenarbeite.

Alle träumen auch mal über die Zeit nach dem Krieg. Dann wollen die Schweizer Spender, unter ihnen viele Musiker, nach Charkiw fahren und dort Meisterkurse geben. Oder Ukrainer wollen als Gruppe durch Europa reisen und historische Sehenswürdigkeiten endlich einmal selbst sehen. Also in einer fernen Zukunft.

„ruzzische Welt“ – wenn Psychologen weinen

07.01.2026
Für einigermaßen kultivierte Menschen ist es unbegreiflich, wie (und wo!) ruzzische Folterknechte ukrainische Gefangene quälen, ob Soldaten oder Zivilisten. Immerhin lehren solche Beispiele auch, dass sowohl die Ukraine als auch der Reste-Westen nicht bloß „westliche Werte“ verteidigen müssen, nicht bloß Moral und Freiheit, sondern vor allem anderen schlichtweg sich selbst, ihr Überleben. Krieg ist nun einmal arbeitsteiliger Kampf um Leben und Tod, ob einem das gefällt oder nicht.

«Alexey überlebte Elektroschocks, ständige Schläge und Schlafentzug. Ihm wurden Zähne gezogen, Nase und Wirbel gebrochen und Muskeln aus den Schultern gerissen, und das war nur ein Teil der Folter. Am schlimmsten war für ihn der unstillbare Hunger, der ihn dazu trieb, Ratten, Seife und sogar Schimmel zu essen. In Gefangenschaft verlor Oleksiy 40 Kilogramm an Gewicht und 7 Zentimeter an Körpergröße.»
Trotzdem fand der Mann die Kraft, seine Erlebnisse zu teilen, damit die Welt von den Verbrechen der Russen erfuhr. Alexey schrieb das Buch „Jingle Bellz“, in dem er seine Gefangenschaftserfahrungen beschrieb und reflektierte.

Als ich bereits im Zentralen Kursk-Gefängnis war, wurde ein Zivilist namens Andrij, der in Lukaschiwka gefangen genommen worden war, drei Tage lang in eine Zelle gesperrt. Er berichtete, die Russen hätten ihn in eine Folterkammer gebracht, die sie in der örtlichen Kirche (!) des Moskauer Patriarchats eingerichtet hatten.“ …
Oleksijs Vater und sechs weitere verwundete Soldaten wurden in einer Kirche lebendig verbrannt. Seine sterblichen Überreste wurden später durch DNA-Analysen identifiziert und erneut beigesetzt. …
Den Gefangenen wurde eine Minute zum Essen gegeben. Da Oleksiy eine Kieferverletzung hatte, fiel ihm das Kauen schwer, und er schaffte es irgendwie nicht, das Brot zu essen. Dies fiel dem Wärter auf, der daraufhin anordnete, dem Mann zur Strafe die Zähne zu ziehen. …

„An dem Tag hatte ich Dienst in der Zelle. Ein Wärter fragte, ob orthodoxe Christen unter uns seien. Ich antwortete, dass alle orthodox seien. Daraufhin sagte er: ‚Vielleicht möchten Sie heute ein Ei?‘ Ich war sehr überrascht. Ich sagte: ‚Wenn es klappt, wären wir Ihnen sehr dankbar.‘“

Zum Mittag- und Abendessen gaben sie uns ein in Wasser getränktes Kohlblatt. Davon hatte er nur zehn Minuten Energie. Ich fragte, ob es wie versprochen ein Ei gäbe. Der Wachmann bejahte. Bei der abendlichen Kontrolle führten sie uns hinaus und fingen an, uns in den Schritt zu schlagen. Sie fragten, ob jemand Kinder habe und wie viele. Diejenigen, die angeblich keine Kinder mehr bräuchten, wurden am härtesten geschlagen. Und solche Schläge gab es an jedem Feiertag“, sagt Oleksiy. …

Er suchte (nach dem Gefangenenaustausch) auch Psychologen auf. Doch die meisten Spezialisten hätten seine Erzählungen aus der Gefangenschaft nicht ertragen können und angefangen zu weinen. Deshalb begann Oleksiy, sich mithilfe von Büchern selbst weiterzubilden. Seine Rehabilitation dauert noch an.

https://life.pravda.com.ua/society/istoriya-oleksiya-anuli-yakiy-perezhiv-10-misyaciv-polonu-312444/

Werner Herzog u.a.

Poltawa, 31.12.2025
Die nächste Enttäuschung. Jetzt erzählt auch Werner Herzog Unsinn. Man kann schon ein Denkmal errichten mit den Namen deutscher Intellektueller, die in Bezug auf ruzzland ihre Kompetenzen überschätzen und denen, die ihnen mit ihrer Ermordung drohen, Entschuldigungen liefern. Denen, die sie auslachen, die sie verachten, die sich über ihre Entschuldigungen amüsieren. Christoph Hein (der ukrainische Freiheitskämpfer mit Wehrmachtssoldaten gleichsetzte), Jürgen Habermas, Alexander Kluge.
Deutschland befinde sich im Sinkflug, „weil man sich von russischem Gas (und von der Atomkraft) abgekapselt“ habe, meint Werner Herzog im ansonsten ganz klugen Interview mit dem SPIEGEL. „Das hat alles mit der Überbewertung des Moralischen als politischer Kategorie zu tun. … Schon Gorbatschow, mit dem ich 2018 einen Film gemacht habe, beklagte sich bitter über die vielen versäumten Gelegenheiten, West und Ost näher zusammenzubringen. Verschlechtert hat sich dann alles durch die – so sehe ich es – Dämonisierung Russlands.»
Wenn er Russisch könnte hätte er die Chance, die Peinlichkeit seiner Einschätzung zu erkennen. Wenn er den Einpeitschern des Krieges in Moskau jahrelang zugehört hätte, wie das zum Pflichtprogramm der meisten Osteuropawissenschaftler gehört, hätte er womöglich geschwiegen. Russland muss nicht dämonisiert wird, es beweist durch seine Handlungen, dass es ein verabscheuungswürdiges politisches Subjekt ist. Die braven naiven tumben Westler sind mehrheitlich weder bereit noch fähig, die Qualität des Bösen, der reinen Mordlust, zu begreifen, die dieses putin-ruzzland darstellt.

Auftrag erfüllt

B., Obast Charkiw, 25.12.2025
Drei Bataillone einer Brigade haben wir besucht, alle nördlich von Pokrowsk stationiert, in guten Verstecken, an unauffälligen Orten. Irgendwo in der Ferne ballerte dort immer wieder Artiellerie, unsere und feindliche. Die schwarzen Rauchfahnen am Himmel waren allerdings gar nicht so weit entfernt, nach meinem laienhaften Gefühl geurteilt. Die Kämpfer bezeichneten sie als „Feuer-Show“. – Gefahren werden oft verspottet, ein endloses Thema.
Man muss ziemlich viel Eintritt bezahlen, wenn man diese Feuer-Show sehen will. Die Miete für eines der Häuschen, in dem einige Kämpfer schlafen, ist völlig überteuert. Sie nehmen dem Eigentümer das Haus nicht etwa weg, sagen wir zeitweise. Was meines Erachtens legitim wäre oder sein sollte. Sie achten Recht und Gesetz und verhandelten mit dem Vermieter um einen vernünftigen Preis mit dem Argument, dass er doch, wenn sie nicht hier wären, von den ruzzen bereits enteignet worden wäre, oder sein Haus längst zerstört worden wäre. Dann würde er ja gar keine Miete bekommen. Nein, der Alte blieb hart, und sie akzeptierten das „notgedrungen“ – der Markt entscheidet.

Das waren die Geschenke, über die die Kämpfer sich besonders freuten: Kinderzeichnungen; dicke handgestrickte Strümpfe; von den Babuschkas mit Liebe zubereitete Warinikis.

Zusammen mit Anatoli und mir war auch eine Marina mitgekommen, ebenfalls Volontärin, aber nicht in unserer NGO, sondern in einer rein ukrainischen aus der Kreisstadt L. Das ist ein wichtiger Unterschied. Unsere internationalen Kontakte steigern natürlich unsere Möglichkeiten. Andererseits arbeiten Menschen wie Marina (oder Anatoli) ständig „am Limit“, und das freiwillig und kostenlos. Sie haben kaum die Kraft, solche Kontakte zu suchen, denn dafür braucht man ja auch Übersetzer, Berater, Helfer.
Ein undendliches Feld …, wie man sich besser „vernetzen“ kann.
Manchmal merkt man, dass wir fast alle keine ausgebildeten Wirtschaftsleute und Organisatoren sind. Manchmal zerstört „Aktionismus“ oder „alleiniges Vorpreschen / mangelndes Teamworking“ einen klugen Plan, in dessen Umsetzung man schon viel Zeit investiert hatte. Manchmal hat man ein Brett vor dem Kopf oder ist einfach müde …

Mein Interview mit Radio Bremenhabe ich von unterwegs geführt, es ist gut gelaufen, der Redakteur war sehr zufrieden. (Überhaupt sprechen sie immer sehr freundlich mit mir, und sie stellen immer interessante Fragen, auch mich zum Denken anregende.)
Ich saß dabei im Auto auf einer Wiese kurz vor Pawlograd. Ein bisschen stolz bin ich auf meine spontane Antwort nach der Frage, warum Ukrainer diesen Widerstand leisten, diese Kraft haben.

„Aus Liebe zu ihrer Heimat, zu diesem schönen Land“, sagte ich, – „und aus dem Wissen über die Geschichte, was ihnen drohen würde, wenn ruzzland gewinnen würde“ und nannte Beispiele. Ich erinnerte auch an die Massenmorde unter Stalin, die Genozide in der Ukraine, an deren drohende Wiederholung, damals wie heute in Moskau geplant, in den gleichen Gebäuden Kreml und Lubjanka, von den Urenkeln von damals. Für Deutsche ist das kaum vorstellbar, dieser ukrainische INSTINKT, nicht schon wieder von Moskowitern gequält zu werden. Deutsche war nie Opfer eines Genozids, nie drohte ihnen einer, das merkt man ihnen an.

Heute glaubte ich bei X zu lesen, jemand habe ruzzlands 97 Kriegsmotive und -ziele aufgelistet. Endlich hat es jemand begriffen, dachte ich. Endlich hat jemand interdisziplinär gedacht. Endlich nicht mehr schachliche Kreisklasse, endlich Europa-Liga, ach, Welt-Liga. 97 Kriegsmotive und -ziele, nicht eins oder maximum fünf.
Doch es war ein Irrtum, ich hatte mich verlesen. Die Zahl 97 war nur die Nummerierung des Begriffs Kriegsgründe in einer völlig anderen Liste.

Zwischen Liebe und Ekel

B., Obast Charkiw, 23.12.2025
Manchmal ist es schwer zu begreifen wie wir leben. Zwischen Liebe und Ekel.
Zum Beispiel heute: Mein Freund Anatoli hat Geburtstag. Wir feiern mittags zusammen mit unserer Frauenbrigade, den fleißigen Netzeknüpferinnen. Viele Lobreden werden auf Anatoli gehalten, denn er ist wirklich ein beeindruckender Mensch, ein großartiger Organisator, verantwortungsvoller Tierarzt. Bis in die Nacht hinein hat er gekocht, u.a einen riesigen Topf mit Plov, um alle Gäste bewirten zu können.
Anatolis schönstes Geburtstagsgeschenk ist ein Foto von einer Rakete, auf die befreundete Soldaten schrieben: Schöne Grüße von Anatoli.

Auf dem Weg nach Hause hören wir einen heftigen Knall. Wir erschrecken uns, halten das Auto an, suchen den Himmel ab nach der Ursache des Geräuschs, können nichts sehen, fahren weiter. Wenige Minuten später erhalten wir die Information: eines unserer Flugzeuge hat eine Rakete abgeschossen! Hurra!
Zuhause warten schon die Vertreter der Brigade auf uns, die das von Rainer Grieben gespendete Schweißgerät bekommen. Der verantwortliche Techniker kämpft schon seit 12 Jahren!, erzählt er.

Zwischendurch lese ich auf X, dass einer meiner FB-Freunde, ein Journalist, bösartige Gerüchte über das ukrainische Militär verbreitet / kommentarlos weiterleitet.
Im Gegensatz zu den Medienberichten seien Militärkommandeure angeblich eher als Selenskyj bereit, Gebiete abzutreten. Sein politisches Überlebensinteresse decke sich angeblich nicht mit dem nationalen Interesse. Selenskyjs Missmanagement des Krieges und die Korruption machten ihn bei den Verteidigern äußerst unbeliebt; diese sollen angeblich „offen von einem Staatsstreich sprechen, haben aber keinen Anführer“.
Starker Tobak also, natürlich ohne Belege. Ich treffe regelmäßig Leute vom Militär, auch Kommandeure, aber von Putschgerüchten habe ich noch nie gehört, kann mir auch nicht vorstellen, dass solche Absichten bestehen. Ohnehin – bestünden solche Absichten, würden sie wohl kaum an die Öffentlichkeit dringen.
Warum verbreitet ein Journalist / Reporter solche Behauptungen? Eine müßige Frage. Vor einiger Zeit hatte ich diesem Nutznießer des Bösen noch öffentlich widersprochen, als er vor Eitelkeit und Selbstverliebtheit strotzende Fehleinschätzungen abgegeben hatte, die seine Kompetenz deutlich überschreiten. Inzwischen spare ich mir diese Energie und konzentriere mich lieber auf die konkreten Hilfen, die ich hier leisten kann. Soll doch jeder selbst sein Tun vor seinem Gewissen verantworten, falls er so etwas hat.
Morgen fahren wir in eine heißere Zone zu einer Brigade, um dringend benötigte Sachen zu überbringen. Unser Weihnachtsfest. Aber der Feind macht ja an Weihnachten keine Pause. Außerdem habe ich morgen noch ein Interview für Radio Bremen.

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Geheimes Kriegstagebuch
Privileg: Etwas zu wissen, was (noch) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Beispielsweise erzählte mir A. von einem sensationellen Erfolg unserer Freunde an der Donbas-Front. So sensationell, dass das Ereignis meines Erachtens in den Nachrichten hätte gemeldet werden müssen. Ich kann keinen Grund erkennen, warum es verschwiegen werden sollte. Mein Freund A. wurde persönlich von einem der beteiligten Artilleristen darüber informiert, deren Kommandeur hat schon allen gratuliert. Intern wurde der Erfolg offiziell bestätigt. Aber eine öffentliche Bestätigung finde ich nicht, obwohl es doch eine Spitzenmeldung sein sollte. Seltsam.

Faszination Dummheit

Poltawa, 07.12.2025
Schadenfreude – angesichts der neuen Geständnisse der Einpeitscher des Krieges in ruzzland. Sie hatten tatsächlich „geglaubt“, die übergroße Mehrheit der Ukrainer wolle von ihnen befreit werden / würde sie freundlich begrüßen. Von 70 bis zu 98 (!) Prozent reichten die Schätzungen.
Eine erstaunliche Selbstverblendung der Überzeugungstäter. Sie sahen, was sie sehen wollten.

Ich befragte 2016 bis 2022 viele Ukrainer, wie sie sich im Falle einer Invasion verhalten würden. Manche stellten sich vor zu fliehen; die meisten jedoch wollten gegen die Invasoren kämpfen. „Ich werde meine Stadt verteidigen, mein Haus“, lauteten häufig die Begründungen. Nicht das Staatswesen, sondern das Land, den Heimatkreis, die eigene Erde und die eigenen nahen Menschen.
Die wenigen Befürworter einer „russischen Welt“ in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis waren auch sonst im Leben kuriose Gestalten: ein Dealer, ein pensionierter Architekt und Ex-KGB-Mitarbeiter, ein ehemaliger sowjetischer Offizier und dessen Tochter. Der Offizier mit der Begründung; „Wir (!) wollen auch mal einen Krieg gewinnen.“ Der Sieg gegen Hitler-Deutschland zählte für ihn nicht, weil die Deutschen heute besser lebten als die ruzzen. Seine Tochter wünschte sich eine ruzzische Welt, wollte in diesem Fall aber nicht mehr in der Ukraine leben – und gleich nach der Invasion reiste sie tatsächlich in ein skandinavisches Land aus, wo sie wohl Sozialhilfe bekommt und zusammen mit ihren arabischen Freunden gerne über den Westen schimpft.

In der deutschsprachigen Presse wurde währenddessen gerne das Märchen von der gespaltenen ukrainischen Nation erzählt, falls man deren Existenz nicht sowieso bestritt, wie bspw. der Historiker Baberowski (den ich zu einer Fahrradreise durch die Ukraine einlud, damit er seine kruden Behauptungen Ukrainern erzählen könnte).

Mich FASZINIERT es, wie wenig die Menschen im Allgemeinen über ihr übernächstes Nachbarland wissen, und dass sogar Nachrichtendienste mit Milliarden-Budgets zu völlig unsinnigen Einschätzungen gelangen, völlig falsche Berichte über das übernächste Nachbarland abliefern. Wie kann das sein? Warum konnten sie nicht so arbeiten wie ich?
Gut, es gilt das alte Gesetz, je komplexer die Materie, desto infantiler die Versuche der analytischen Ausleuchtung. Aber die zu untersuchende Frage war doch ziemlich simpel.

Zum Fremdschämen

Im Kreml knallen die Krim-Sektkorken. Fein hat man die Westler wieder gegeneinander ausgespielt. Frieden um jeden Preis lautet die erträumte westliche Überlebensformel, die Massenmorde als legitimes Mittel der Politik einpreist. Die Aussicht auf gigantische Profite beschwichtigt das Gewissen, so man eins hat. Das „brillante Narrenspiel der Hoffnung“ (Jacob Burckhardt) betäubt die Sinne der „Unterwerfungspazifisten“ (Ralf Fücks), ob nun in Washington oder in Berlin.
Russland soll laut dem Putin-Trump-Plan versprechen, andere Länder künftig nicht mehr in die Steinzeit zu bomben. Falls es provoziert wird, darf es diese Vereinbarung brechen. Wobei man ja weiß, wie gut Russland im Provozieren ist.

Nichts ist leichter für die Moskauer Machttechniker, als mit dem Wunsch nach Frieden zu spielen. Zum Spiel gehört, dass man Verhandlungsentwürfe in die Öffentlichkeit „durchsticht“ und dann behauptet, die Dokumente nicht zu kennen. Oder dass man unerfüllbare Forderungen aufstellt, um die Schuld für das Scheitern von Verhandlungen der anderen Seite aufzubürden. Oder dass man sich ewig in Details verzettelt. Wer redet, kann weiter schießen, wer nicht redet auch.
In manchen Märchen muss ein Held drei Aufträge erfüllen, die scheinbar unmöglich sind, Steine zum Leben erwecken beispielsweise, aber er schafft alle Aufgaben und heiratet am Ende die Königstochter. Solche Märchenhelden können die Westler nicht sein, dafür sind sie zu zu reich und zu tolpatschig, zu gutgläubig und selbstverliebt. Um aufzuwachen aus dem Schlaf der Vernunft müssten sie zur Kenntnis nehmen UND verstehen, warum sie vom kollektiven Putin gehasst werden, warum der sie öffentlich als Satan beschimpft und dazu aufruft, sie zu töten.
Die kurze Antwort lautet: „Die Waffen des Westens haben mehr als eine Million Russen getötet oder zu Krüppeln gemacht!“ Das stimmt zwar nicht ganz (nicht bloß aus dem Westen stammende Waffen), aber der Glutkern des Hasses hat einen rationalen Kern.

Auch für Putin-Russland ist der Krieg gegen die Ukraine und den Westen (inzwischen) ein Kampf ums Dasein, um den Erhalt der Staatlichkeit, der Mafia-Clanwirtschaft und der Macht der Geheimdienst-Cliquen. Krampfhaft versucht die letzte Kolonialmacht auf Erden der Furie des Verschwindens zu entkommen, dem Absturz in die weltpolitische und ökonomische Bedeutungslosigkeit, der demographischen Katastrophe. Russland und sein Militär muss man fürchten, so der einhellige Tenor der Einpeitscher des Krieges, sonst wird es vom Ausland als Konkurrent nicht ernst genommen, aufgrund seiner miesen Softpower und seiner geringen ökonomischen Bedeutung im Bereich der Hochtechnologien und der Fertigprodukte (mit Ausnahme der Atomenergie-Wirtschaft).

Putin-Russland behauptet im Grunde zurecht, dass in einer friedlichen Welt seine Interessen nicht in ausreichendem Maße geachtet werden. Denn sein bevorzugtes Interesse ist die Ausübung brutaler Gewalt, falls es das Gefühl hat, dass seine Interessen nicht ausreichend geachtet werden. Auch Kriegsverbrecher haben Gefühle, fühlen sich gekränkt, wenn man ihnen ihre Verbrechen vorwirft, welche sie doch nur als Mittel zum Zweck ansehen, als Befreiungsaktionen und humanitäre Hilfe. Die Kränkungsbereitschaft hat strategisches Potential, sie motiviert die russländische Bevölkerung zur Selbstaufopferung.
Westler können wahrscheinlich nicht den Genuss verstehen, reichere und schwächere Länder zu zerstören und vom Präsidenten für Massaker an Zivilisten mit Orden geehrt und mit Prämien belohnt zu werden.

Inzwischen bekunde die Bevölkerungsmehrheit in Umfragen mehr Stolz auf ihr Land und weniger Kritik an den Machthabern als vor Beginn der Großinvasion in die Ukraine, vermeldet der Soziologe Lew Gudkow aus Moskau. (Siehe FAZ Kerstin Holm „Sie wittern überall ausländische Agenten“, 24.11.2025)
Als kurze kleine „Militärische Spezialoperation“ hat es begonnen, inzwischen ist es ein existenzgefährdender Krieg mit Hunderttausenden eigenen Toten – und immer mehr Menschen begrüßen die selbstzerstörerische Entwicklung. Die Gesellschaft in Russland habe eine „negative Identität“, so Lew Gudkow, Russlands bekanntester Soziologe, der vom Staat als „ausländischer Agent“ tituliert wird.

Was tun?

Berlin, 21.11.2025
Ihr müht euch ab und kämpft ums Überleben, aber am Ende entscheiden sie in Washington oder Moskau, was mit euch passieren wird, meinte mein Gastgeber gestern.
Ich widersprach ihm natürlich. Niemand kann den Ukrainern Entscheidungen aufzwingen. Solange es möglich ist, werden Ukrainer für ihre Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen (und meine Wenigkeit mit ihnen). Lieber stehend sterben als kniend leben („Lewer duad üs Slaw“).
Mein Gastgeber weist zu Recht darauf hin, wie weit weg sich der Krieg hier in Berlin „anfühlt“; auf entschlossene Unterstützung des Reste-Westens, sprich Europas, sei nicht zu hoffen.
Noch nicht, sage ich. Aber die Menschen hier werden noch lernen, dass sie, wenn sie überleben wollen, kämpfen müssen – und die Ukrainer in ihrem Kampf viel entschlossener als bisher werden unterstützen müssen. In dieser Hinsicht bin ich Optimist: Auch die Menschen in Berlin wollen leben. Zwar haben sie mehrheitlich noch nicht begriffen, was sie dafür tun müssen, aber sie werden es noch begreifen.
Mein Gastgeber bezweifelt auch das, mit nachvollziehbaren Argumenten, beispielsweise der Popularität Diktatur-freundlicher „Unterwerfungspazifisten“ (Ralf Fücks).
In diesem Fall, sage ich, werde ich das Spektakel genießen wie ein Drama im Theater. Natürlich kann ich als Einzelner nichts gegen die Selbstzerfleischungslust ganzer Gesellschaften tun. Unter anderem deshalb lebe ich ja lieber in der Ukraine, weil man dort über solche simplen Fragen nicht streiten muss. Sollten die Menschen im Westen zu schwach und nicht willens sein sich zu verteidigen und in vorauseilendem Gehorsam dem Terror-Staat ruzzland unterwerfen, so ist das eben so. „Denn sie wissen nicht was sie tun“ gilt ja für alle Epochen, auch in Gesellschaften mit unbegrenzten Freiheiten.
Mein Gastgeber vermutete, ich müsste doch verzweifelt sein angesichts der düsteren Aussichten auf die Zukunft. Nun, von wenigen Momenten abgesehen bin ich das nicht. Fast möchte ich sagen, mein Leben war noch nie so interessant wie heute. Der Kampf zwischen Lebens- und Todestrieb ist noch nicht entschieden. Aber ich kann sagen, ich bin dabei gewesen, als er tobte.

Passend hierzu meine Notizen zu einer Frage, die der Politikwissenschaftler Thomas Jäger stellte: „Glauben Sie wirklich, die Logik hinter Putins Strategie zu verstehen? Ist es nur Machtgier oder steckt ein rationaler, wenn auch zynischer, Plan dahinter, den wir im Westen übersehen?“
Die Strategien des kollektiven Putin ändern sich ständig, die Logik bleibt gleich. Im Westen wird fast alles Wichtige übersehen, vor allem die eigene Gefährlichkeit für kriminelle Regime – und wie zynisch die Gesprächs- und Dialogkultur auf diese wirkt, da sie keine anderen Möglichkeiten der Existenzsicherung haben als gewalttätige. Löwen können sich nicht von Schokoladenpudding ernähren.
Für Putin-Russland ist es attraktiv und lukrativ, den „Pfeffersäcken“ im Westen Angst einzujagen, sie zu erpressen und möglichst wieder der Gendarm Europas zu werden. Frieden und Stabilität sind für ruzzen ja langweilig, wie ihr Führer erklärte. Aus lauter Langeweile kopuliert die Macht im Kreml mit der Apokalypse, abgrundtiefer kann der Abgrund des Nihilismus nicht sein. Man will Action und nicht in Verhandlungen über unüberbrückbare Widersprüche einschlafen. In der Ukraine und im Westen locken reiche Beute. Der zynische Plan des kollektiven putin ist es, so zu sein wie man ist.

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