Werner Herzog u.a.
Poltawa, 31.12.2025
Die nächste Enttäuschung. Jetzt erzählt auch Werner Herzog Unsinn. Man kann schon ein Denkmal errichten mit den Namen deutscher Intellektueller, die in Bezug auf ruzzland ihre Kompetenzen überschätzen und denen, die ihnen mit ihrer Ermordung drohen, Entschuldigungen liefern. Denen, die sie auslachen, die sie verachten, die sich über ihre Entschuldigungen amüsieren. Christoph Hein (der ukrainische Freiheitskämpfer mit Wehrmachtssoldaten gleichsetzte), Jürgen Habermas, Alexander Kluge.
Deutschland befinde sich im Sinkflug, „weil man sich von russischem Gas (und von der Atomkraft) abgekapselt“ habe, meint Werner Herzog im ansonsten ganz klugen Interview mit dem SPIEGEL. „Das hat alles mit der Überbewertung des Moralischen als politischer Kategorie zu tun. … Schon Gorbatschow, mit dem ich 2018 einen Film gemacht habe, beklagte sich bitter über die vielen versäumten Gelegenheiten, West und Ost näher zusammenzubringen. Verschlechtert hat sich dann alles durch die – so sehe ich es – Dämonisierung Russlands.»
Wenn er Russisch könnte hätte er die Chance, die Peinlichkeit seiner Einschätzung zu erkennen. Wenn er den Einpeitschern des Krieges in Moskau jahrelang zugehört hätte, wie das zum Pflichtprogramm der meisten Osteuropawissenschaftler gehört, hätte er womöglich geschwiegen. Russland muss nicht dämonisiert wird, es beweist durch seine Handlungen, dass es ein verabscheuungswürdiges politisches Subjekt ist. Die braven naiven tumben Westler sind mehrheitlich weder bereit noch fähig, die Qualität des Bösen, der reinen Mordlust, zu begreifen, die dieses putin-ruzzland darstellt.
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