In einem Antiquariat liegen zwei Bücher nebeneinander auf dem Wühltisch. „Alte Häuser sterben nicht“ von Willi Heinrich und „Schattseite“ von Franz Innerhofer.
Willi Heinrich soll einer der erfolgreichsten deutschen Autoren sein – „er schreibt schonungslos harte Kriegsbücher, die seinen Ruhm, auch in Übersee, begründeten“, heißt es im Kladdentext des Romans. Das Buch ist im C.Bertelsmann Verlag erschienen, zu Recht ohne Jahresangabe, denn es handelt sich um zeitlos gültige Prosa. weiterlesen »
Honigdachs am 26. Februar 2010 in Literatur
Zweimal lud mich eine Arbeitsvermittlerin ins JobCenter ein. Sie hat mit der Leistungsabteilung nichts zu tun. Sie forderte mich auf, meine beruflichen Aussichten zu schildern.
Ich müsste ein Sternendeuter sein, um Ihnen hierüber Auskünfte erteilen zu können, hätte ich am liebsten gesagt.
Ich zeigte ihr u.a. ein Schreiben, dass mir „der Freitag“ ausgestellt hatte: weiterlesen »
Honigdachs am 25. Februar 2010 in Zeitgeschehen
Der Rechtsanwalt, den ich bald um Hilfe bitten musste, erteilte mir folgende Ratschläge: Niemals beim Center anrufen! Falls Anrufe in Ausnahmefällen notwendig ist, unbedingt die Gesprächszeit protokollieren, außerdem eine Telefon- rechnung mit Einzelverbindungsnachweis aufbewahren! Nur Briefe per Einschreiben sind sicher! weiterlesen »
Honigdachs am 24. Februar 2010 in Zeitgeschehen
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, Radfahrer und DIE ANDEREN. DIE ANDEREN verstehen nichts vom Radfahren, die Radfahrer verstehen nicht DIE ANDEREN. DIE ANDEREN sagen: Radfahrer sind verrückt. Radfahrer denkt: Wie verrückt sind doch nur DIE ANDEREN. DIE ANDEREN sitzen in Blechkisten und sehen nichts von der Landschaft: Sie schubsen, sie drängeln, sie riskieren ihren Tod und das Sterben anderer, um sich zwei Minuten länger vor dem Fernseher langweilen zu können. DIE ANDEREN sind eine sonderbare Spezies, denkt der Radfahrer, er staunt, dass Menschen, die in Wohnungen mit fließendem Trinkwasser leben, sich streiten können. weiterlesen »
Honigdachs am 23. Februar 2010 in Tour de Wolga
Bundeswehr bildet auf Weisung des Auswärtigen Amtes afrikanische Massenmörder aus:
http://www.mdr.de/fakt/7109196.html
Honigdachs am 22. Februar 2010 in KRISE
Die Ukraine bleibt ein trauriges Land, die Söhne verlassen die Heimat; zwei Komma acht Millionen arbeiten in Russland, berichtet “Ukraina”. Land wird illegal an tunesische und arabische Großhändler verpachtet, erzählt man sich in Kiev am Kneipentisch.
Das große Thema in der Stadt- und in der Boulevardpresse: das, woanders würde man sagen, Trinkwasser stinkt neuerdings nach Fisch. weiterlesen »
Honigdachs am 22. Februar 2010 in Zeitgeschehen
Die säkulare Gesellschaft, Terror der Intimität und des Privaten, hat das Bewusstsein wie einen Speer gegen sich selbst gerichtet, die vergiftete Spitze im linken Auge. Das Ich ist ein Warenkorb, sein Aktienkurs wird von feigen Regierungen entwertet, die Normalität spielen – Rudi Ratlos führt Regie. Das Gesetz des Durchschnitts gilt als Krönung der Mathematik, Mathematik ist Regierungskunst. Die Göttin der Vernunft schweigt, weil ihr die Augen verbunden wurden, seit der Platz der Utopie leergefegt wurde. weiterlesen »
Honigdachs am 22. Februar 2010 in Zeitgeschehen
JobCenter, bereits der Name dieser Behörde ist eine kulturgeschichtliche Abhandlung wert. In einem Center darf man mit den Verkäuferinnen meistens sprechen, und Beschwerden werden zumindest angehört. Im JobCenter aber sind „per- sonengebundene Gespräche nicht vorgesehen“. So lautet die stereotype Antwort eines vorgeschalteten „Service-Centers“, wo telefonische Nachfragen zu den Schreiben des JobCenters erlaubt sind. weiterlesen »
Honigdachs am 22. Februar 2010 in Zeitgeschehen
Gregor hat mal wieder Post vom JobCenter bekommen. Seine Miete sei zu hoch, die unangemessenen Kosten betragen 4 Euro im Monat. Er wird deshalb ins JobCenter vorgeladen. Er soll entweder einen Untermieter aufnehmen oder Ver- handlungen mit dem Vermieter führen oder sich an den Kosten beteiligen oder in eine andere Wohnung umziehen. weiterlesen »
Honigdachs am 22. Februar 2010 in Zeitgeschehen