ruzzland und die Nato

Kriegstagebuch, Poltawa, 12.06.2026 (kurz vor der Abreise Richtung Frontgebiet)
Dieses Video ist ein wichtiges Dokument – ein der Beweise, dass ruzzland bereits vor dem heimtückischen Überfall auf die Ukraine plante, Nato-Länder militärisch anzugreifen. Was im Westen ja bis heute nicht alle glauben / als Möglichkeit anerkennen. Weil sie ruzzlands Kriegsgründe nicht verstehen (wollen) und weil sie die Dialektik der wechselseitigen Zerstörung im Verhältnis zum Westen nicht erkennen. Weil sie ihre Außenwirkungen nicht begreifen, nicht die „Strahlkraft“ ihrer politischen Systeme. Weil sie nicht merken, dass sie „in Schokolade leben“, wie man im russländischen Volksmund über sie sagt. An Friedfertigkeit sind sie kaum zu überbieten (angesichts ihrer zerstörerischen Möglichkeiten), aber sie lassen allen Ernstes von Terroristen einreden, Taschendiebstahl sei das schwerste aller Verbrechen. Existenzgefährdend für das imperiale putin-ruzzland ist nicht eine angebliche militärische Aggressivität des Westens, sondern die ATTRAKTIVITÄT von Reichtum, Freiheit und Demokratie, ihr Trottel, möchte ich manchmal rufen. In dieser Reihenfolge. Menschenrechte ist doch Blablabla für die meisten. „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“.
Ich kann mich noch an den Moment im Dezember 2021 erinnern. Igor Korotschenko, einer der wichtigsten Einpeitscher des Kriegs im ruzzländischen Staatsfernsehen, zeigt ein Szenario, wie ruzzlands Militär in die baltischen Staaten einmarschiert, aus welchen Richtungen, mit welchen Zielen, wohin weiter hinaus, denn die russische Welt kennt ja keine Grenzen. Kann man sich Vergleichbares in einem westlichen Gebühren-finanzierten Programm vorstellen? Man achte auf die staunenden, zufriedenen Gesichter der Studiogäste.

PS: Heute Nacht habe ich die ruzzen gehasst. Nach einer Stunde Schlaf – die Sirenen heulen, Luftalarm. Trotz Ohropax wache ich auf. Etwa eine halbe Stunde lege ich wach, dann nach etwa einer Stunde Schlaf wieder Luftalarm. Und so drei oder vier Mal. Ich lese im Halbschlaf die Warnungen, was auf uns zufliegen soll. Raketen, Drohnen. Die nächste Sirene ist auf einem der Nachbarhäuser. Wenn die Sirenen etwas entfernt sind hört es sich manchmal wie das Jaulen von Wölfen an, beinahe sympathisch. Aber so nah tut es weh. Und ich müsste dankbar für den Schmerz sein, er soll mich ja warnen, mir helfen.

Hier von Denis Kazanskyi präsentiert (dessen Beiträge ich fast täglich sehe, weil er oft „den Finger auf Wunde legt“ / das Wesentliche witzig darstellt).
https://www.youtube.com/watch?v=3VUDsWTKpgI
ab min. 5:00

Themen: Russland - Ukraine

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