Arbeitsthese zum 35. Tag der WIEDERERLANGUNG der Unabhängigkeit der Ukraine
Poltawa, 26.08.2026
Tragischerweise haben die politischen Protagonisten des Westens und Russlands etwas gemeinsam. Sie wissen nicht, was sie tun. Im Sinne von: Sie verstehen ihre eigenen Handlungen nicht in ausreichendem Maße und treffen falsche, also ihnen selbst schadende Entscheidungen. Sogar die eigenen Maßstäbe des Gelingens vorausgesetzt. Beide sind oft überrascht vom Verhalten des Gegenüber, des Anderen. Das trifft auch auf beider Bevölkerungen zu. Mehrheitlich glauben sie an Märchen oder reden sie Unsinn, verglichen mit der Scharfsinnigkeit, die nötig wäre, wollte man überleben und nicht erpresst und versklavt werden. Im Westen wird Journalismus und in den angesagten Diskursen gern gesurft, auf der Oberfläche der Probleme. Schaumschlägerei gilt als Elite-Disziplin.
In Russland zerfrisst der Neid die Seelen. Die Westler leben in Schokolade. Unter Putin haben zwei Millionen Frauen ruzzland gen Westen verlassen. Frauenraub war schon oft ein Kriegsgrund. Mein Mann liebt mich, wenn er mich schlägt, oder: Wenn mein Mann mich schlägt liebt er mich nicht. Unvereinbare Kulturen.
Ukrainer sind anders, sie müssen anders sein. Sie können und müssen als einzige „in der Wahrheit leben“, im moralischen wie auch im technologischen und militärstrategischen Sinne. Im Westen wehrt man sich gutgläubig gegen notwendige Einsichten, die Märchenwelt kommt aus dem Herzen. In Russland ist die Vortäuschung von Tatsachen die wichtigste Existenzbedingung. Beide leben mit Selbstbildern, die von außen betrachtet nur als Selbstverblendung gebrandmarkt können. Typisch sind „Unschuldige“ mit blutigen Händen. Man muss sie gar nicht moralisch verurteilen, sie sind wie sie sind, Opfer ihrer Schwächen, Ignoranz und Selbstverliebtheit. Es genügt der Maßstab des Eigennutzes, über sie zu lachen und sie zu verachten.
Kaum jemand im Westen ahnt auch nur, welche ohnmächtige Wut den Kriegsherrn im Kreml inzwischen antreibt. Das Schlimmste, was ihm passieren kann, ist noch nicht aus der Welt: Er verliert seinen Krieg gegen einen Komiker. Gegen ein Clown, dessen Berufung es war, Menschen zum Lachen zu bringen. Der Spaß hatte und machte, der seine Frau und seine Kinder liebte.
Die wissenschaftlich ausgebildeten Folterer können das Lachen und die Lebensfreude nicht besiegen. Sie wollten die ukrainische Sprache verbieten und ihren Gebrauch wie in den besetzten Gebieten hart bestrafen, nun ist sie weltweit so populär wie nie zuvor. Wie kann sich der neue Stalin vor dem alten rechtfertigen? Dieser Witz hat keine Pointe.
usw., u.s.f.
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