Journalistisches Lehrstück
Drei Monate lang hat „der Freitag“ die ukrainische Revolution als einen nationalistischen Konflikt dargestellt. „Radikale Kräfte“, Nationalisten und Neofaschisten, vom Westen bezahlt und aufgehetzt, wollen die vertrauenswürdige Regierung stürzen, so der Tenor. „Die Zukunft des Landes wird unter Aufsicht militanter Nationalisten ausgehandelt“, hieß es noch Mitte Februar. …weiterlesen »
NachDenkSeiten zur Ukraine
Gestern haben die NachDenkSeiten auf meinen Ukraine-Artikel vom Sommer hingewiesen. Im Kommentar heißt es: „Man mag dem Autor Brumme nicht in jedem seiner Punkte zustimmen (besonders nicht seiner sehr unkritischen Betrachtung des EU-Assoziierungsabkommens und dessen Folgen), doch liefert sein Bericht – gut drei Monate vor dem Beginn des sogenannten ‚Euromaidan‘ veröffentlicht – einen interessanten anderen Blick auf das Land, als man ihn vom Gros der hiesigen Journalistinnen und Journalisten gewohnt ist. …weiterlesen »
Neue Mode in der Ukraine: Villenhopping
Die schönste Meldung der letzten Tage: „In einer Stellungnahme haben Mitglieder der Protestbewegung gefordert, keine Regierungsämter an die 100 reichsten Personen der Ukraine zu vergeben.“*
Eine neue Mode breitet sich in der Ukraine aus: Villenhopping. Die Bürger besichtigen die Villen der erfolgreichsten Diebe und beschlagnahmen sie – aus Schössern werden Kinderheime, wie unter den Bolschewiki.
Janukowytsch, der Mörder, soll 12 Milliarden $ geklaut haben. …weiterlesen »
Ukraine: Ein Mörder auf der Flucht
Fortsetzung des Skype-Gesprächs mit einem dt. Freund, der in der zentralen Ukraine lebt:
T: wir gehen nach Tscherkassy auf den Maidan. Bis später!
C: viel Glück und Erfolg!
Zwei Stunden später.
T: bist du da?
C: Krieg oder Erfolg?
T: schau mal …, ein Galgen für Janukowytsch …weiterlesen »
Победа! Перемога! Sieg!
Die Revolution hat gewonnen! Der Präsident ist faktisch auf der Flucht, in seinem geraubten Schloss Meshigorje (dt. Wandlitz) veranstalten die Revolutionäre schon Führungen für Besucher. …weiterlesen »
Ukraine: Wie geht es weiter? (3)
T: Entspannung? Die Rada hat beschlossen, die Anti-Terror-Maßnahme zu beenden. Alle Sicherheitskräfte sollen zurück in ihre Kasernen!
T: Sieg! Sieg! Sieg! Slava Ukraini! Darauf einen Aprikosen-Samogon! 🙂
C: ja, wie ich gesagt habe: das war Januks letzter Tag
C: Geroim Slava! …weiterlesen »
Da sind die Mörder
Die Sniper in Kiew kommen von der Gruppe „Альфа“ vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst СБУ. Sie sind ausgerüstet mit Präzisionswaffen aus Großbrittannien und können über eine Entfernung bis zu 2000m treffen.
siehe: К сегодняшнему расстрелу митингующих может иметь отношение подразделение „Альфа“ СБУ
Ukraine: Wie geht es weiter? (2)
Fortsetzung meines Skype-Gesprächs mit einem deutschen Freund, der in der Ukraine lebt (bis 11.20 Uhr):
T: Klasse! Wellmann spricht im Bundestag die gesperrten Webcams an!!
C: wer ist Wellmann?
T: CDU/CSU
D: die Youtube-GEMA-Zensur?? …weiterlesen »
Ukraine: Wie geht es weiter?
Schreckliche Ereignisse in Kiew. Hier die Wiedergabe eines Skype-Gesprächs mit einem Freund, der in der Ukraine lebt:
T: Hi Christoph, wie gehts? Was meinst, wie geht es weiter?
C: zunächst den Ist-Zustand analysieren: die Armee verweigert Januk die Gefolgschaft, er findet keinen Vollstrecker für den Einsatz gegen das Volk. die Kosaken haben heute alle ihre Mitglieder zum bewaffneten Kampf aufgerufen. Sie sind per Eid verpflichtet, die Demonstranten zu verteidigen. …weiterlesen »
Jüdischer Kommandant auf dem Maidan
Die „Ukraine-Nachrichten“ veröffentlichen ein ausführliches Interview mit einem jüdischen Kommandanten vom Maidan. Fazit: All die Zeugen des Sofas, die der Protestbewegung allein aufgrund von Medienberichten und Fernsehbildern Nazismus und Radikalismus vorwerfen, sollten sich schämen.