Schein und Wirklichkeit (2)
Der Schein entwirklicht die Wirklichkeit, er mildert sie ab, er ist ein Fetisch, in ihm überwindet der Mensch Raum und Zeit und schwebt körperlos über den Dingen. Das Selbst liebt im Schein sein Bild.
„Wir haben den Sozialismus / die Demokratie / die beste / fortschrittlichste aller möglichen Welten erreicht.“
Wer spricht da, welche senil-konfuse Gemeinschaft? Selbst wenn dieses oder jenes politische System erreicht wäre, was hilft es mir, dem Einzelnen?
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Charkow ist keine Reise wert
Welch ein Rätsel. Ein „Luftbürger“ fliegt in eine moderne europäische Großstadt und berichtet, diese Stadt sei nicht Tschernobyl, aber doch irgendwie krank. Der „Luftbürger“ soll „einer der einflussreichsten Intellektuellen Deutschlands“ sein. Es handelt sich offenbar um den idealen Vertreter einer Scheinwelt. …weiterlesen »
Schein und Wirklichkeit (1)
Dass nichts so ist, wie es zu sein scheint, ist eine Banalität, die auch für das Sein gilt, wie für jedes Ding und jede Person.
Säkulare Gesellschaften richten ihr Handeln jedoch nicht nach dem Sein, sondern nach der Wirklichkeit; sie versuchen es zumindest. Die Adressaten der Illusionen sind nicht der Himmel und die freien Sonntage, sondern das Materielle und das Jetzt. …weiterlesen »
Schach: „Wenn das Spiel zur Manie wird“
Lesetipp: Christoph D. Brumme, „Wenn das Spiel zur Manie wird“, Wiener Zeitung, 14.05.2011
Interviews
Rolf-Bernhard Essig, „Das Alphabet eingeprügelt, neue deutsche literatur“, Christoph D. Brummes vierter Roman wird in Russland spielen – ein Gespräch:
An der Staatlichen Universität von Samara traf Rolf-Bernhard Essig im Mai den Schriftsteller Christoph D. Brumme. …weiterlesen »
Die Ehre der Paten – Russlands Mafia
Youtube, 9 Teile (90 min.) über Russlands „Diebe im Gesetz“:
http://www.youtube.com/watch?v=k1b67Ppqwmo&feature=related
Pressestimmen
Christoph D. Brumme, „Der Honigdachs“
„In der Spannung von gegenwärtigem Erzählen und Erleben und der Rekapitulation der Vergangenheit wird durch die klare Sprache eine merkwürdige Mischung aus Distanz und messerscharfer Analyse erzeugt. Erschütternd und schockierend ist dann auch nicht erst die Feststellung, die am Ende des Buches steht: „Raskolnikov hatte kalkuliert gemordet, ich als Siebenjähriger, welch fundamentaler Unterschied in Bezug auf die Bewertung der Tat, nicht in Bezug auf die möglichen seelischen Folgen“. …weiterlesen »
Haueser in der Ukraine
Häuser in der zentralen Ukraine, mit Kacheln verziert.
In dieser Gegend, zwischen Winnyzja (Вінниця) und Bila Zerkwa (Біла Церква), gibt es Dörfer, in denen ausnahmslos alle Häuser in diesem Stil gestaltet sind. Für jedes Haus wurden die Kacheln aber offenbar individuell entworfen. …weiterlesen »
Die politische Situation in der Ukraine
Die „Ukraine-Nachrichten“ analysieren die schwierige Lage der Ukraine. Die Ausgangssituation ist schnell beschrieben: „Der Staat gewinnt immer, da das Verwaltungsrecht, die Gerichtsverwaltung und Bürokratie auf seiner Seite sind.“
Der repressive Charakter der staatlichen Institutionen, die in latenter Gesetzlosigkeit agieren, schafft allerdings Freiheiten, die in Staatswesen mit einer funktionierenden Teilung der Macht nicht entstehen können. …weiterlesen »
Eine russische Stadt – Zeit im Osten
In der FAZ beschreibt Jakob Strobel y Serra mit wuchtigen Sätzen die russische Stadt Jekatarinburg. Hier ein Beispiel für das brillante sprachliche Feuerwerk.
„Jekaterinburg ist ein anarchisches Durcheinander aus alten, verrunzelten Holzhäuschen mit verschwenderischem Schnitzwerk und einer Patina schwermütig wie bei Gogol, …weiterlesen »