Autoren Archive

Glück des Sammlers

20.07.2008, 7.49 Uhr, 7.56 Uhr – kaum auf der Landstraße, schon erwacht die Sammelleidenschaft, ich fotografiere die ersten Bushaltestellen. Subver- sive oder propagandistische Elemente fehlen hier. Das Leben ist schön, mehr wollen die Mosaikleger nicht sagen. …weiterlesen »

Revolutionsparadies

20.7.08, Saporoshnje – Nikopol. Sonntagmorgen, 8.47 Uhr. Auch das ist eine Bushaltestelle. Ich stehe davor und staune. „Der Tag ist vorüber, ich habe den Tod gesehen, die weißen Straßen, die Pferde unter den Bäumen.“ (Isaak Babel) So schön kann also Revolution sein. Man möchte sie gleich noch einmal ausrufen, wenn sie solche Kunstwerke hervorbringt. …weiterlesen »

Balzac auf der Flucht in die Ukraine (2)

Literarisches Geschichtsmuseum Balzac. Ich habe offenbar einen Sonnenstich. Ich fahre zurück, lese noch einmal: Literarisches Geschichtsmuseum Balzac. Neben dem Schild picken Hühner im Gras, eine Ziege betrachtet mich etwas erstaunt, auf der anderen Straßenseite rufen drei Frauen: Kommen Sie! Feiern wir! Ganz nüchtern sind sie nicht mehr. Ich rolle zu ihnen rüber, die Älteste betastet erst meine Wade, dann glaubt sie, dass ich von weit her komme. …weiterlesen »

Kalte Dusche

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Hagelsturm bei Dnepropetrovsk

Fahrt über den Dnjepr, Richtung Norden. Löcher im Asphalt, der Regen hat eine schmierige Brühe hinterlassen. Am Stadtrand liegen die bewachten Wohnviertel der Neureichen. Mauern und Einlasskontrollen schützen vor der Wirklichkeit. Die ehemaligen sozialistischen Brigadiere spielen „Denver-  Clan“ oder „Die Truman-Show“. …weiterlesen »

Schönste Bushaltestelle der Ukraine 2008

Dieses Kunstwerk steht in Khrestyteleve, etwa 80 km von Cherkasy entfernt. Gefeiert wird offenbar eine Hochzeit. Die Jungen tanzen und überbringen Geschenke, die Alten zeigen Bedenken und warten aufs Essen. Ein auffälliges Detail: die Kosakenform der Bärte. – Eine Passantin fragt, weshalb ich die Bushaltestelle fotografiere. …weiterlesen »

Max

Kaum habe ich Saratov verlassen, nach etwa 100 km, das erste Gewitter. Als es heftiger regnet, warte ich in einer Bushaltestelle. Neben mir eine Bäuerin im Pullover, meinen Gruß beantwortet sie, dann starrt sie wieder auf die Straße. Ich fantasiere mir allerlei Zeug zusammen, wie sie wohl leben mag, während ich sie von der Seite mustere. …weiterlesen »

Buchtipp von Rolf-Bernhard Essig

http://www.readme.cc/de/buchtipps-leser/buchtipp/showbooktip/4078/

Balzac auf der Flucht in die Ukraine

Heiß ist dieser 29. Mai in der zentralen Ukraine, der zwölfte Tag meiner Fahrradreise von Berlin an die Wolga. Ich fahre zwischen den Dörfern Buriaky und Brodjeskje im Winnitzka Oblast. Vor mir eine Staubwolke, ein Bagger, ein LKW – dort wird eine Bushaltestelle abgerissen!
Schluss! Pause! rufe ich schon von weitem. …weiterlesen »

Geschafft! Wieder in Berlin!

Webmaster Michael gratulierte mir zur Ankunft in Berlin: „Ungläubig und erleichtert, dass du auch diese Tour überlebt hast.“ Ja, warum denn nicht. Der letzte Tag war allerdings schon ziemlich extrem, ich gebe es zu. Ich habe mir den Wunsch erfüllt, eine 24-Stunden-Etappe zu fahren, über genau 334,94 Kilometer, in 16 Stunden 45 Minuten reiner Fahrzeit. …weiterlesen »

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