Russland – Ukraine

Sirenen in Banilov

Auch in Banilov haben die Mosaikleger sich ihre künstlerische Freiheiten nicht nehmen lassen, die Gegenständlichkeit ist kein Dogma, die Farben spre- chen für sich. – Nebenan im Geschäft ist man mal wieder verwundert, dass ich diese Bushaltestelle fotografiere. Ich würde ja gern etwas länger über die schönen Künste reden, …weiterlesen »

Goldene Epoche

Heute sehen wir eine Bushaltestelle aus der Goldenen bzw. Neorömischen Epoche, in welcher versucht wurde, die Architektur der klassischen Antike wieder zu beleben. Dieser Stil wird auch der übermütige genannt. Frech werden Motive aus der Propaganda – idealisierte tanzende Mädchen und Frie- denstauben – …weiterlesen »

In der Fremde

Autor allein gegen die Welt. Über Kafkas Hochmut verfüge ich nicht: Im Kampf zwischen dir und der Welt sekundiere der Welt? Nö, das mache ich nicht. Wenn ich kämpfe, dann mit mir an meiner Seite. Wieso soll ich es wert sein, dass man mich verurteilt? Die Welt ist mindestens so schlecht wie ich, ich gewähre ihr keinen Rabatt. …weiterlesen »

Liebe aus Stein

Wozu nach New York reisen und das Museum of Modern Art besuchen, wenn im Freilichtmuseum Ukraine der Eintritt frei ist und die Augenschmeichler auf Waldwiesen stehen?
Hier seht ihr echte Liebe aus bunten Steinen, Liebe zur Kunst und zum Leben – ihr Rehe und Waldmäuse! Da könnt ihr mal neidisch sein, wie glücklich wir Menschen sind, wenn wir lieben! Sogar der Regenbogen und die Sonne schei- nen über diesem Glück. Und die Natur ist eins mit uns, die Vögel zwitschern Lieder und zerbeißen keine Würmer. …weiterlesen »

Schönste Bushaltestelle Russlands 2007

20.08.2007, Birjutschij – Barzjutsche, 159 km (6045 km). Im Dorf Archan- gelskoje, nicht weit von der Stadt Anna, steht die „Schönste Bushaltestelle Russlands 2007“. Einige meiner in Russland lebenden Freunde werden protestieren: Das ist doch keine schöne Haltestelle! Alt, verfallen, schmutzig! Ja, das ist wahr. Aber im Alter und im Verfall hat sich die Schönheit ihre Würde bewahrt. …weiterlesen »

Rausch und Selbstüberschätzung

Jede Bushaltestelle, die ich fotografiere, gehört mir gewissermaßen, ich bin ihr (Er-)Finder. Ich habe die Patenschaft für sie übernommen. Ich bemühe mich, sie zu beschützen und sie zu ehren. Ich liebe sie, auch wenn / weil ich dafür ausgelacht werde oder meine Liebe zu ihnen als Spinnerei abgetan wird. Genau solch eine Liebe brauche ich. Es stärkt die Willenskraft, abgelehnt zu werden. Auf die nächste Bergspitze gelange ich nur mit hängender Zunge. …weiterlesen »

Das Urteil

Erst wenige Minuten gefahren seit der letzten Bushaltestelle, in Gedanken bin ich noch beim Dorfklatsch, da steht das nächste zu untersuchende Objekt am Straßenrand. Weil die Sonne blendet, täuscht der erste Eindruck. Und wie! Ich stehe da und staune. Welches Epos wird hier erzählt? Welche hohen Herren sind hier angetreten? Welcher Herrscher hält das Zepter, oder schwingt er die Keule? Wer sind die eifrigen Krieger mit den fröhlichen Bärten, welche die Versammlung von außen schützen? (28.07.2008, 09.22 Uhr) …weiterlesen »

Dorfklatsch

Am Straßenrand eine erste Bushaltestelle, auf der Stercke Kamminets-Podilsky-Chernivtsi. Das Motiv: Dorfklatsch in der Naturalwirtschaft. Ein schönes Thema! Sehr ergiebig. Ich kenne mich da aus. Man tauscht Gurken gegen Kohlen und trifft sich zum Schweineschlachten. „Hast du schon gehört, was der Erwin sich geleistet hat?“ „Es geschieht ihm recht, dass sie ihn endlich mal erwischt haben.“ „Seine Eltern sind zu bedauern.“ „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ (28.07.2008, 09.09 Uhr) …weiterlesen »

Und sie dreht sich doch!

Eine Bushaltestelle in Artschedinskaja im Wolga-Don-Becken. In Russland also. Eine Hoffnung aus Steinen bezeugt ihre Vergeblichkeit. Ein Favorit für sie den Schönheitspreis ist sie nicht. In alle Himmelsrichtungen wächst nur noch das Unkraut, und auch die Ernte verläuft nicht zur allgemeinen Zu- friedenheit. …weiterlesen »

N.Dikanka

Die gleiche Bushaltestelle, ein Jahr später. Wer wird wohl im nächsten Jahr hier sitzen? Nicht weit vor Poltava steht dieses schöne Exemplar, auf der Trasse nach Kiev. Die Künstler begnügten sich nicht mit der Gestaltung der glatten Fläche, sie eroberten den Raum in einen der Kunst gemäßen Weise: Tonscherben ergänzen die Mosaiksteine. …weiterlesen »

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