Literatur

Hephaistos, 1.Szene, 1.Fassung

Hephaistos betritt das Klassenzimmer. Er hält die rechte Hand vor die Brust und atmet röchelnd.
“Wie könnt Ihr in geschlossenen Räumen etwas lernen? Sitzend zumal? Das widerspricht der Natur, aber die leugnet Ihr ja beharrlich. Ich sehe keinen Wein auf den Tischen. Ihr dürft träumen und schweigen, wann immer Ihr wollt. Wer es jedoch wagt, mir in die Augen zu sehen, bekommt das hier zu spüren.”
Er kloppt mit einem Gummiknüppel auf den Tisch. …weiterlesen »

Tour de Wolga, По-русски

немецкий писатель …

http://saratoff.ru/culture/articles/2010/7/19/1103 …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Ego im Feuer (5)

Die letzte Pruefung an diesem Tag: um einen ruhigen Schlafplatz zu finden, muss ich noch einen Berg hoch, der ist steil, liegt in der Abendsonne, d.h. das kalt gekaufte Bier wird sich erwaermen. Die Steigung schaetze ich auf 12 – 15%, ich fahre in Serpentinen, absteigen will ich nicht. 170 km am heutigen Tag, so werde ich morgen wohl zu einer freundlichen Zeit am Don eintreffen und mich bei Fjodor und Sina in der kuehlen Stube auf die Couch legen koennen. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Ego im Feuer (4)

Vielleicht habe ich doch zwei Koepfe, in einem denkt und spricht es, der andere handelt? Schmerzhaft, wie in der Kindheit, ist dieses Gefuehl aber nicht. Damals war es schlimm: der Kopf an einem Faden ueber mir, die inneren Stimmen weit weg, nur ihr Echo in meinen Ohren. Seitdem zweifle ich, dass es so etwas wie ein Ich gibt; als Disziplinareinheit sicher, aber sonst? …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Ego im Feuer (3)

Das war knapp. Ein Auto von links, eins von rechts, und ich mittendurch. Reifen quietschen, Staub frisst sich in die Augen. Im Gras meckert eine Ziege. Sollte ich hier verroecheln, moechte ich noch Luft haben fuer einen Wunsch: Wasser! Voda, poshaluista! Dai bog! …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Ego im Feuer (2)

Sieben Uhr sitze ich wieder auf dem Sattel. Der Tag koennte heiter werden, denn ich muss durch die Steppe querfeldein fahren, hier gibts keine asphaltierten Strassen, und ich will Kilometer schrubben, um morgen abend am Don zu sein, bei der freundlichen Familie, die mich auf der Hinfahrt beherbergt hat. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Ego im Feuer (1)

Abschied von Saratov; es ist schon am Morgen stickig und schwuel, aus dem ganzen Land werden Hitzerekorde gemeldet, und mich erwartet eine schwere Pruefung gleich am Anfang – die 20 km lange Fahrt aus der Stadt, vorbei an den Fabrikhallen und Autowerkstaetten,  zwei steile Anstiege hinauf, rechts der „Fujiama“, links die Wolga. …weiterlesen »

Audio / Аудио / Interviews

Interview Moskauer Deutsche Zeitung

CD Brumme, „Die Welt war eine Scheibe“, Moskauer Deutsche Zeitung, 8.4.2004

Tour de Wolga

Saratov – gorod c dushoi

In jedem Interview die gleiche Frage: Warum gefaellt Ihnen Saratov? Und jedes Mal die gleiche Verlegenheit. Weshalb empfinde ich hier so oft Dankbarkeit, in Berlin aber fast nie? Saratov ist wie gemacht fuer mich, die Stadt kommt meinem Beduerfnis entgegen, beschaulich und intensiv zu leben. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Das Gesetz

Ankunft in Saratov. Zunaechst goenne ich mir einen Herrentag mit meinem Rentnerfreund Alexander Sergejevitsch. Dieser kleine Mephisto lacht so gern wie ich, wir ziehen kichernd durch die Strassen, trinken in der Gorkogo ul. ein erstes Bier. Die Bierverkaeuferin kennt er mindestens schon seit Jahrhunderten, noch aus alten Schmugglerzeiten, da man ueber den Staat noch Witze reissen konnte, weil er gefaehrlich war. Aber heute – ach, es ist nur eine Handbewegung wert. …weiterlesen »

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