Tour de Wolga

Schönheiten

Drei Figuren an unterschiedlichen Orten in der Ukraine: Kolchosbauer und -bäuerin vor Dikanka, eine Schönheit vom Lande bei Dunaivtsy im Süden, und eine Bäuerin, die eine Garbe Getreide trägt wie Atlas die Erde, zwischen Vugledar und Pavlivka im Donbass.
Aus der Ferne wirken die Gesichter oft austauschbar, sie scheinen aus einer Form gegossen, so idealisiert wie Werbefiguren, von Individualität gereinigt. …weiterlesen »

Russland - Ukraine

N.Dikanka

Die gleiche Bushaltestelle, ein Jahr später. Wer wird wohl im nächsten Jahr hier sitzen? Nicht weit vor Poltava steht dieses schöne Exemplar, auf der Trasse nach Kiev. Die Künstler begnügten sich nicht mit der Gestaltung der glatten Fläche, sie eroberten den Raum in einen der Kunst gemäßen Weise: Tonscherben ergänzen die Mosaiksteine. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Reiches Angebot

Das ist nun wirklich eine Kulturrevolution für Russland: Es gibt alkoholfreies Bier in den Geschäften! „Baltika 0“ heißt die Sorte, die auch gern gekauft wird, ich sah es mehrmals. Alkoholfreien Wodka wird’s aber bestimmt nicht geben. Das Wässerchen nimmt in den Regalen immer einen prominenten Platz ein. – Saratov, 05.08.2007

Tour de Wolga

Straße der Besten

Auf dem Platz vor dem Kinotheater und der Kinderbibliothek steht die Tafel der verdienstvollen Bürger und Kollektive. Eine Traktorbrigade und ein Lebensmittelgeschäft sind diesmal unter den lobend Erwähnten. Die aktiv- sten Bürger sehen ziemlich müde aus, sogar schuldbewusst.
Eine Mutter zeigt ihrer Tochter die Tafel. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Der Direktor

Montag, 11.6.07, Tynivka – Biloziri, 145 km (1905). Kopfschmerzen noch von der Brigadefeier. Bis zum Nachmittag stehen nur noch gekachelte Bus- haltestellen an den Straßen. Das macht aber nichts. Die Sonne scheint, ich fahre mein übliches Tempo – und sammle unterwegs wieder Glückwünsche und Komplimente. …weiterlesen »

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Oktober: Ruhm alter Zeiten

In dieser Gegend (Dnepropetrovska Oblast) wurden die Bushaltestellen mit Kacheln verziert, nicht mit Mosaiken. Entsprechend eingeschränkt sind die Gestaltungsmöglichkeiten. Man scheint Dienst nach Vorschrift geleistet zu haben. Slava, der Ruhm, bröckelt schon lange.
Schade, liebe Genossen! Ihr habt eine wichtige Chance im sozialistischen Wettbewerb verschenkt! Die Genossen in Poltava haben gezeigt, welchen Frohsinn die sozialistischen Bauwerke ausstrahlen können! …weiterlesen »

Tour de Wolga

Der Bär

Die Nacht im Maisfeld tat mir gut. Nach mehreren Regentagen sind Zelt und Schlafsack wieder trocken und gut durchlüftet. Ich fahre einige Kilometer auf der Landstraße Richtung Süden, fotografiere die ersten Bushaltestellen, drei in einer Stunde. Sehr ungewöhnliche figürliche Darstellungen, sowohl tratschende Bäuerinnen als auch lustige Krieger, die im Gleichschritt „in die immerfort weiter sich öffnende graue Zukunft“ marschieren. Ein Ort heißt Ataki, also wohl Angriffe. …weiterlesen »

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Kulturhäuser in der Ukraine

Nicht minder spannend als die Bushaltestellen: Die Kulturhäuser mit ihrer Mischung aus Stolz, Naivität, Angeberei und Sehnsucht nach heiler Welt. BUDYNOK KULTURI steht über dem Eingang der meisten Häuser, auch über dem von Lychkove (1). Budka, das Wartehäuschen, Budni, Alltag, verrät das Wörterbuch. In solchen Häusern durfte die Kunst ihre Unschuld proben – mit Tanz, Klavierspiel und Kinderchören. …weiterlesen »

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Lebenslust aus Stein

Stavki, Ukraine, 27.05.2008. Wir sehen hier das seltene Beispiel einer Bushaltestelle, in welcher sich zwei Stile vereinen – die geometrische Epoche mit der Neuen Leidenschaftlichkeit. Die aufstrebenden Fische verweisen auf das natürliche Streben nach Freiheit, nach frischer Luft, die Gesellschaft atmet wieder, sie bekennt sich wieder zu selber, auch zur ihren Untiefen. Die Farben bleiben jedoch dunkel und ernst, den Fragen der Gegenwart angemessen. …weiterlesen »

Tour de Wolga

Denkmäler im Donbass

Kondrat Bulawin (1660 – ?), Anführer eines Volksaufstandes, kämpfte offen- bar in einer fröhlichen Weise. Mit Zipfelmütze und Schnabelschuhen, den Rock keck geöffnet, so hat ihn der Bildhauer verewigt. Die Haltung der linken Hand zeigt: Er kann auch reden; der Bart zeugt von seinem Stolz. Man kann ihn sich gut als einen Vertreter der Vernunft vorstellen, aber auch als wilden Trunkenbold. …weiterlesen »

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